Crown News: Lauterbach gegen Druck auf Kinderimpfungen

Stand: 24.05.2022 20:07

Im Live-Ticker informiert Sie NDR.de außerdem heute, Dienstag, 24. Mai 2022, über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Lauterbach: Es gibt keinen Druck auf die Eltern, sich gegen Kinderkronen impfen zu lassen
  • Kronenimpfung: Stiko empfiehlt eine Dosis für gesunde Kinder
  • Die Tourismusbranche und die Festivalveranstalter sind unterbesetzt
  • Die Bundesärztekammer berät Bremen zu den Folgen der Pandemie für Kinder
  • Österreich wird die Maskenpflicht ab dem 1. Juni weitgehend aufheben
  • Im Norden bestätigte Neuinfektionen: 7.621 in Niedersachsen, 3.692 in Schleswig-Holstein, 2.197 in Hamburg, 942 in Mecklenburg-Vorpommern und 461 im Land Bremen.
  • RKI: Bundesweit 64.437 neue Kronenfälle – Inzidenz bei 307,2

Tabellen und Grafiken: So funktioniert die Impfkampagne im NordenKarte: Neuinfektionen in den nördlichen Landkreisen Deutschlands

20:07 Uhr

Schweden empfiehlt den fünften Impfstoff gegen die Krone für ältere Menschen im Herbst

Schweden empfiehlt allen Menschen ab 65 Jahren und Risikogruppen eine fünfte Impfung gegen die Krone im Herbst. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei“, sagte Sozialministerin Lena Hallengren. Es ist immer noch wichtig, sich impfen zu lassen. Der Rest der Erwachsenen kann nun eine vierte Impfung erhalten, wenn sie dies wünschen, sagte er. Dazu können auch Personen unter 65 Jahren gehören oder Personen, die häufigen Kontakt zu gesundheitlich gefährdeten Familienmitgliedern haben oder mit ihnen zusammenleben. Personen über 65 Jahren hatten zuvor ein Angebot für eine vierte Impfung erhalten.

16:48 Uhr

Lauterbach: Es gibt keinen Druck auf die Eltern, sich gegen Kinderkronen impfen zu lassen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) betonte nach der erweiterten Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Kronenimpfungen für Kinder die Entscheidungskompetenz der Eltern. „Eltern müssen frei entscheiden“, sagte Lauterbach. Er stimme der Empfehlung jedoch uneingeschränkt zu und gehe davon aus, dass die Impfung gut angenommen werde. Aber es sollte kein Druck darauf ausgeübt werden. Auch Stiko empfiehlt in ihrer aktuellen Einschätzung eine Kronenimpfung für gesunde Kinder zwischen fünf und elf Jahren. Im Gegensatz zum Impfplan anderer Gruppen sollten sie zunächst nur eine Dosis des mRNA-Impfstoffs erhalten. Lauterbach sprach von den Fortschritten, die auch Kindern die Möglichkeit bieten, Krankheiten und Schulversagen vorzubeugen. Das sollte man nutzen.

16:25 Uhr

942 neue Kronenfälle wurden in Mecklenburg-Vorpommern bestätigt

In Mecklenburg-Vorpommern haben die Behörden seit Montag 942 Kronen-Neuinfektionen registriert. Das sind 437 Fälle weniger als noch vor einer Woche. Die Inzidenz der Neuinfektionen für sieben Tage liegt bundesweit bei 228,0 (Vortag: 255,6). Derzeit werden landesweit 17 Patienten mit Covid auf Intensivstationen behandelt. Die Inzidenz von Krankenhausaufenthalten beträgt 0,9.

Weitere Informationen

Die Sieben-Tages-Inzidenz der Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern sinkt auf 228,0. Die Inzidenz von Krankenhausaufenthalten beträgt 0,9. Monat

16:15 Uhr

Im Land Bremen wurden 461 Neuinfektionen gemeldet

Im Land Bremen gab es 461 neue Kronenfälle. Davon befinden sich 341 in der Stadtgemeinde Bremen und 120 in Bremerhaven.

15:31 Uhr

Die Gesundheitsminister Behrens und Drese begrüßen die neue Empfehlung von Stiko

Die niedersächsischen Gesundheitsministerinnen Daniela Behrens und Stefanie Drese aus Mecklenburg-Vorpommern (beide SPD) haben die aktualisierte Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Kronenimpfung bei Kindern begrüßt. Stiko empfiehlt die Impfung nun auch für Kinder ab fünf Jahren ohne Vorerkrankungen. Behrens bat alle Eltern, die ihre Kinder mangels einer Empfehlung noch nicht geimpft haben, in den kommenden Wochen eines der vielen Impfangebote in Niedersachsen wahrzunehmen. Laut Stiko wird die Impfung mit dem Biontech-Impfstoff vorsorglich empfohlen, da im Herbst und Winter mit einem weiteren Anstieg der Kroneninfektionen zu rechnen ist. „Der mRNA-Impfstoff von Biontech ist auch für Kinder dieser Altersgruppe sicher und schützt sie zuverlässig vor schweren Erkrankungen“, sagte Behrens. Drese betonte heute Nachmittag gegenüber Schwerin, dass der Herbst nicht mehr weit sei. Daher ist es wichtig, dass Kinder dieser Altersgruppe in den kommenden Wochen eine Grundimmunität aufbauen können.

14:14 Uhr

Ermittler vermuten Milliardenschäden durch Betrug bei Kronentests

Nach Recherchen von NDR, WDR und der „Süddeutschen Zeitung“ könnte das Ausmaß des Betrugs beim Umsatz von Kronen-Schnelltests deutlich größer sein als erwartet. Ermittlungsbehörden schätzen nun, dass sich der Schaden für den Staat, vor allem durch den Umschlag gefälschter Beweismittel, auf mehr als eine Milliarde Euro belaufen könnte. Dem Bericht zufolge konnten Bund und Länder bislang keine konsequente Kontrolle der vielen tausend privaten Testzentren sicherstellen. Kommerzielle Betreiber von Schnellteststationen haben bereits mehr als zehn Milliarden Euro eingefordert. Das Geld kommt aus der Bundeskasse, also aus den Steuereinnahmen der Bürger. Bundesweit laufen Hunderte Verfahren wegen des Verdachts auf Abrechnungsbetrug.

AUDIO: Crown Test Center: Kontrollen offenbar noch unzureichend (3 min)

13:39 Uhr

Lauterbach warnt im Herbst vor “kollektiver Dummheit”.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat seine Position bekräftigt, dass das Infektionsschutzgesetz im Herbst novelliert werden soll, um auf eine mögliche Verschärfung der Pandemielage vorbereitet zu sein. „Leider ist die Pandemie noch nicht vorbei, wir müssen im Herbst auf weitere Infektionen und neue Varianten warten“, sagte der Minister zur Eröffnung des Deutschen Ärztetages in Bremen. Nicht vorbereitet zu sein, „wäre eine kollektive Dummheit und ein Skandal“. Lauterbach arbeite derzeit “sehr hart” an den Vorbereitungen für den Herbst. Dazu gehörten eine neue Impfstrategie, eine neue Teststrategie, neue Behandlungsstrategien und ein neues Infektionsschutzgesetz. Letzteres sei mehr, als das Tragen von Masken im Innenbereich wieder möglich zu machen, betonte der Minister. Das aktuelle Infektionsschutzgesetz gilt bis zum 23. September. Im Vergleich zu früher erlaubt es nur noch wenige Maßnahmen auf nationaler Ebene.

Lauterbach forderte zudem eine weitere Untersuchung der Langzeit-Covid-Erkrankung, also der Spätfolgen einer Kroneninfektion. Das lange Covid betreffe mittlerweile so viele Menschen, dass es zu einer neuen „Volkskrankheit“ werden könnte, warnte er. Es besteht die Notwendigkeit, das Phänomen besser zu untersuchen und die Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern.

12:40 Uhr

Den Organisatoren des Hurricane Festivals fehlen Helfer nach der Corona-Pause

Nach zweijähriger kronesbedingter Pause findet in diesem Jahr vom 17. bis 19. Juni wieder das Orkanfest im niedersächsischen Scheeßel im Landkreis Rotenburg statt. Angesichts des Festivals hatten die Organisatoren große Mühe, genügend qualifiziertes Personal zu finden. Der Personalmangel mache sich in allen für ein Festival wichtigen Bereichen bemerkbar, sagte Jonas Rohde, Sprecher des Festivalveranstalters „FKP Scorpio“. Da es in den letzten zwei Jahren fast keine Konzerte und Festivals gab, konnte die große Anzahl von Menschen, die in der Live-Event-Branche arbeiten, kein Geld verdienen. Vor allem viele Selbständige und kleinere Betriebe mussten sich beruflich neu orientieren. Daher konnten die Organisatoren des Hurricane Festivals nicht mehr auf altgediente Helfer zurückgreifen. Auch die Material-, Personal- und Energiekosten sind durch die Pandemie und neuerdings auch durch den Krieg in der Ukraine deutlich gestiegen.

12:18 Uhr

Die Tourismusbranche leidet weiterhin unter Personalmangel

In der niedersächsischen Tourismusbranche fehlen rund 70.000 Fach- und Saisonkräfte. Laut einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) können mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen nicht nur in der Nordsee und auf den ostfriesischen Inseln, sondern auch im Harz offene Stellen besetzen. Das Problem sei nicht neu, habe sich aber durch die Corona-Pandemie dramatisch entwickelt, sagte Dehoga-Vizepräsidentin Niedersachsen Birgit Kolb-Binder. Um den Personalmangel auszugleichen, haben einige Restaurants ihre Öffnungszeiten und Speisekarten reduziert oder auf Selbstbedienung gesetzt. Einige Hotels arbeiten mittlerweile mit Vermittlungsagenturen zusammen. Internationale Auszubildende, zum Beispiel aus Indonesien, treffen in Südniedersachsen ein.

11:11 Uhr

Stiko empfiehlt für gesunde Kinder eine Single-Crown-Impfung

Alle Kinder zwischen fünf und elf Jahren sollten mit einer Dosis des Biontech-Impfstoffs geimpft werden. Das ist die neue Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko). Der Modern-Impfstoff kann auch ab einem Alter von sechs Jahren verwendet werden. Bisher wurde in dieser Altersgruppe nur eine Doppelimpfung mit einer Auffrischungsimpfung für Kinder mit Vorerkrankungen oder für Kinder, die Kontakt zu Risikopatienten haben, empfohlen. Laut Martin Terhardt, Kinderarzt und Stiko-Mitglied, hat die überwiegende Mehrheit der Kinder in dieser Altersgruppe wahrscheinlich bereits eine Kroneninfektion. Zu beachten ist, dass die Dunkelziffer in dieser Altersgruppe sehr hoch ist. Daher reicht eine Impfdosis aus, um ein gutes Grundimmunsystem aufzubauen. Kinder mit Vorerkrankungen sollen laut Stiko weiterhin zwei Impfungen und eine Auffrischungsimpfung erhalten. Bislang ungeimpfte Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren, die an Covid-19 erkrankt sind, sollen die einmalige Impfdosis spätestens drei Monate nach der Erkrankung erhalten. Gesunde Kinder, die bereits zwei Impfungen erhalten haben …

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