FCB-Trainer Alex Frei und Lewandowski: Zunächst ein Witz

Montagmorgen 10 Uhr: Alex Frei betritt als erster aus dem Trainerstab das Trainingslager neben St. Jakob Park. Während andere Cheftrainer den Aufbau der Übungen ihren Assistenten überlassen, legt Frei selbst Hand an, klebt Stöcke auf den Boden und verteilt Hütchen. Der Neuzugang setzt ein Zeichen dafür, was er von seinen Spielern und Mitarbeitern verlangt: Nur mit Anstrengung wird es beim FCB besser!

Das merken auch die Spieler: Taulant Xhaka, der bereits an zahlreichen Rot-Blau-Trainingsstarts teilgenommen hat, sagt nach der zweistündigen Einheit: „Phuu, es war intensiv für ein erstes Training.“ Freis Antwort: „Es war ein langsamer Galopp. Ich bin gespannt, was Tauli sagt, wenn wir richtig trainieren.“

Frei bringt Lewandowski ins Gespräch

Viele etablierte Spieler sind beim ersten Training nicht dabei, weil sie am Ende der Saison mit ihren Mannschaften unterwegs waren. Zum Beispiel Fabian Frei und Adam Szalai im Völkerbund. Ein Thema, zu dem Alex Frei seine Meinung hat und nicht verhehlt: „Ich weiß nicht, wer von dieser unsäglichen Nations League profitieren wird, waren diese Matches wirklich notwendig? Natürlich schon, aber ich hätte sie lieber vorher dabei. ” Auch der neue Stammkeeper Marwin Hitz fehlt am Start. Obwohl er kein Nationalspieler mehr ist, genießt der Neuzugang von Borussia Dortmund einen längeren Urlaub bis Ende dieser Woche.

Fehlende Spieler, die bald zum Team stoßen werden, sind das eine. Viel wichtiger ist das Fehlen jener Spieler, die noch nicht beim FCB unterschrieben haben. Und wir brauchen noch ein paar, eine halbe Mannschaft um genau zu sein: Da sind noch ein Innenverteidiger, ein Linksaußen, ein Mittelfeldspieler, zwei Bands und vorne ein Schnapper. Es gibt keine angehenden Spieler, sondern Profis, die sofort helfen können und daher etwas kosten. Keine einfache Situation für den FCB mit finanziellen Problemen.

Grundsätzlich sind die Gespräche in vollem Gange, aber so ist es nun mal: Noch ist nichts geklärt. Und mit jedem Tag verlieren potenzielle Neuzugänge einen Tag, um sich vor dem Saisonstart Mitte Juli an Basel zu gewöhnen. Mit Blick auf die Arbeit der Mitarbeiter bleibt Frei (noch) gelassen, sagt er: „Wichtig ist, dass wir einen Plan haben. Also mache ich mir keine Sorgen.”

Obwohl die Zeit knapp ist, scherzt er sogar: “Ich habe Lewandowski angerufen. Aber es ist noch zwei, drei Jahre zu früh für ihn, nach Basel zu wechseln.” Hintergrund: Der polnische Stürmerstar will den FC Bayern München unbedingt verlassen, muss aber noch einen neuen Verein finden.

Chipperfield-Coach-Ankündigung

Mögliche Neuverpflichtungen sind zwei namhafte Spieler: Strahinja Pavlovic und Sebastiano Esposito, beide in der vergangenen Saison vom FCB ausgeliehen, sie würden gerne bleiben, der FCB würde gerne halten – Gespräche mit Monaco und Inter Mailand laufen. Die Rot-Blauen sind in Ardon Jashari nach wie vor heiß, obwohl Luzern einen hohen Preis für sein Mittelfeld-Juwel verlangt. Adriano Onyegbule, ein 15-jähriger Mittelfeldspieler (!) von RB Leipzig, der in wenigen Tagen 16 wird und dann ins Ausland gehen kann, befindet sich im Probetraining.

Auch Onyegbule hat im ersten Training mit Alex Frei das Gefühl, dass er für Witze offen ist, aber er kann auch knallhart sein. Nach einem kurzen Gerangel mit dem Verteidiger steckte Liam Chipperfield den Ball schließlich ins Tor.

Superliga Credit Suisse

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