Der Verfassungsschutz identifiziert eine mutmaßliche IS-Zelle

Der Verfassungsschutz hat mit Hilfe in- und ausländischer Behörden eine mutmaßliche ISIS-Zelle in Österreich identifiziert, die mit Anschlagsplänen für Großveranstaltungen in Europa in Verbindung gebracht wird. Gerade im Hinblick auf den Vienna City Marathon Ende April 2022 wurde die Drohung von den Verfassungsschützern sehr ernst genommen, auch wenn das Sportereignis nicht konkret im Fokus des Terrornetzwerks stand.

ISIS-Unterstützer in Österreich sind laut Innenministerium Menschen aus dem Irak, die in der Blütezeit des IS eine herausragende Rolle gespielt haben sollen und nun rekrutiert wurden, um Befehle für weitere Anschläge von führenden ISIS-Führern in Europa auszuführen. Sie haben unterschiedliche Migrationsstatus aus verschiedenen europäischen Ländern.

Wie festgestellt wurde, befinden sich weitere Mitglieder des Netzwerks auch in anderen europäischen Ländern. Es stellte sich auch heraus, dass das Netzwerk den IS aus Österreich finanzierte. In diesem Zusammenhang ermittelt das Staatssicherheits- und Geheimdienstdirektorat (DSN) auch wegen illegaler Terrorismusfinanzierung.

Die Ermittlungsarbeit von DSN zu möglichen Angriffsplänen und der Offenlegung von Mobilfunknetzen dauert noch an. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) sah den Erfolg des DSN als Beweis, „dass es nach der Neuordnung gelungen ist, das internationale Vertrauen in den österreichischen Staatssicherheitsdienst wiederherzustellen“.

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