Neue verrückte Regeln geplant
Wird der Dienst jetzt abgeschafft?
„Das schöne Spiel“, wie es im Fußball oft genannt wird, könnte schon bald entscheidende Veränderungen erfahren.
Gepostet: vor 57 Minuten
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Aktualisiert: vor 12 Minuten
Sie trafen sich wieder: die Verantwortlichen für die Fußballregeln. Der Vorstand des International Football Association (IFAB) traf sich am Montag in Doha zur 136. Jahreshauptversammlung.
Und jetzt ist es an der Zeit, dem Service auf den Grund zu gehen!
Ab 1863 wird der Ball mit einem Seitenaufschlag wieder ins Spiel gebracht. Führt das jetzt zu einer Freigabe? Auf jeden Fall soll das Spiel “spektakulärer und schneller” werden.
Das IFAB entschied am Montag, mit entsprechenden Tests zu beginnen, wie Fifa-Präsident Gianni Infantino (52) mitteilte. Diese wurden erstmals 2020 vom legendären Arsenal-Trainer Arsène Wenger (72) vorgeschlagen.
Nachteil einführen?
Wenger arbeitet bei der FIFA als Leiter der globalen Fußballentwicklung und drängt auf Änderungen der Spielregeln. Der Franzose, der beinahe Trainer der Schweizer Nationalmannschaft geworden wäre, glaubt, dass der Service in den letzten Minuten eines Fussballspiels eigentlich ein Nachteil ist.
Wenger 2020 in „L’Équipe“: „Fünf Minuten vor Spielende sollte ein Service von Vorteil sein.
Der Ball prallte 8 von 10 Mal ab
Wenger weiter: „Statistiken zeigen, dass der Ball in acht von zehn Aufschlagsituationen verloren geht. In der eigenen Spielfeldhälfte sollte man die Möglichkeit eines Anstoßes haben.“
Auch Würfe würden zur Spielzeit missbraucht. Auch diesem Punkt will IFAB entgegenwirken. Denn der Ball ist heutzutage immer weniger im Spiel.
Immer weniger Fußball für die Fans
In der vergangenen Saison beispielsweise war der Ball laut Opta in der Premier League effektiv 55 Minuten und 7 Sekunden im Spiel. Fans schauen weniger Fußball als in elf Jahren.
Noch schlimmer war es gemessen an den unteren englischen Ligen. Die Second League, die viertklassige Liga, sieht den Ball nur 49 Minuten und 45 Sekunden Spielzeit.
Auch Infantino kündigte dafür Belege an: „Wir alle glauben, dass es nicht wirklich akzeptabel ist, wenn wir sagen: Ein Fußballspiel dauert 90 Minuten. Aber in Wirklichkeit sind es nur 46, 47 oder 48 Minuten. Das müssen wir uns anschauen.”
Countdown-Uhr und Körperkameras des Schiedsrichters
Bereits 2017 hat das IFAB kontroverse Vorschläge vorgelegt. Beispielsweise die Einführung von 30-Minuten-Durchschnitten, bei denen eine Countdown-Uhr, ähnlich wie beim Basketball, bei jeder Unterbrechung anhält. Dies wurde bereits in den Niederlanden getestet. Timing im Fußball dürfte wieder ein Problem sein.
Ein halbautomatisches Abseitssystem wurde bereits beschlossen, das wohl bei der nächsten WM zum Einsatz kommen wird.
Darüber hinaus wird die Zahl der Ersatzspieler auf der Bank von 12 auf 15 erhöht, was bedeutet, dass die gesamte Mannschaft aus 26 Spielern bestehen wird. Die fünf Auswechslungen wurden erneut bestätigt und die Bodycam-Tests für die Schiedsrichter genehmigt. Ziel ist es, Gewalt gegen Schiedsrichter vor allem in den unteren Ligen zu verhindern. (West)
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