Wiener Börse (Nachmittag) – ATX 0,35 Prozent im Minus

Die Wiener Börse erholte sich von ihren Morgengewinnen und tendierte am Dienstagnachmittag leicht negativ. Der Leitindex ATX fiel um 0,35 Prozent auf 3.111,38 Punkte um 14.15 Uhr. Der ATX Prime fiel um 0,37 Prozent auf 1.571,28 Einheiten.

Etwas höhere Steuern um die Mittagszeit könnten jedoch teilweise durch steigende US-Futures ausgeglichen werden.

Der ZEW-Konjunkturerwartungssaldo stieg im Juni zwar um 6,3 auf 28,0 Punkte weniger, blieb aber hinter den Prognosen zurück. Das Barometer spiegelt die Konjunkturerwartungen deutscher Börsenexperten für die nächsten sechs Monate wider. Die aktuelle Wirtschaftslage bewerten die Befragten deutlich besser als erwartet.

Nach einem kurzen Aufwärtstrend am Morgen dürfte die Risikoaversion der Anleger wieder profitieren. Kürzlich veröffentlichte US-Inflationsdaten hatten Bedenken hinsichtlich eines stärkeren Anstiegs der Zinssätze der US-Notenbank am Mittwoch geweckt und am Montag zu Kursrückgängen geführt. Die Experten der Investmentbank Goldman Sachs erwarten nun einen Zinsanstieg um 0,75 Prozentpunkte und einen weiteren in gleicher Höhe im Juli.

Wie schon am Vormittag bewegten sich die Aktien der Flughafen-Wien-Gruppe nicht. Aufgrund erneut steigender Passagierzahlen hat der Flughafenbetreiber seine Prognose für das laufende Jahr angehoben. Für 2022 rechnet der Flughafenbetreiber nun mit einem Umsatz von rund 640 Millionen Euro (alt: 560 Millionen Euro) und einem Jahresgewinn von mindestens 80 Millionen Euro (alt: 20 Millionen Euro).

Bereits am Vortag waren die Zeitungen stark gestiegen, nachdem eine Tochtergesellschaft des australischen Fonds IFM aufgrund ihrer aufgestockten Beteiligung am Flughafenbetreiber ein rechtskräftiges Übernahmeangebot abgegeben hatte.

Hochgewichtete Banken gehörten im Spitzensegment zu den Verlierern. Während die Aktien der Bawag und der Raiffeisen Bank International (RBI) um 1,2 % fielen, sind die Aktien der Erste Group um 1,1 % niedriger.

Am stärksten stiegen dagegen die Zumtobel Aktien mit einem Plus von 2,4 Prozent.

spo / spa

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