Von: C. LORD und M. DEUTSCHMANN
Dresden – Nach der Wahl ist vor der Wahl. Denn trotz des deutlichen Sieges von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (50, FDP, 32,5 Prozent) im ersten Wahlgang steht die Entscheidung zur Wahl des Dresdner Oberbürgermeisters (2. Wahlgang am 10. Juli) schon sehr bevor!
Denn dann kann die grüne Konkurrentin Eva Jähnigen (56, 18,9 %) auf die volle Unterstützung der SPD (Pallas, 15,2 %) und der Linken (Schollbach, 10,3 %) zählen.
Doch ob die Wähler der Empfehlung folgen und für Jähnigen stimmen werden, ist ungewiss.
AfD-Kandidat Maximilian Krah (45, 14,2 %) will weiter antreten: „Lasst Dirk Hilbert nicht wieder mit unseren Stimmen gewinnen.“ noch nicht gesprochen“.
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So könnte Hilbert der AfD im zweiten Wahlgang noch zum Stimmengewinn verhelfen.
Politikwissenschaftler Prof. DR. Hans Vorländer (67, TU Dresden): „Der Mobilisierungsbedarf außerhalb von CDU und FDP und bei den Nichtwählern ist riesig. Möglich wären auch Stimmen aus dem linksliberalen Lager der SPD. Möglich ist auch, dass die geringe Wahlbeteiligung Hilbert vor dem Amt bewahrt, weil das Wahlbündnis um Eva Jähnigen nicht mehr so stark mobilisierbar ist.“
Im ersten Wahlgang gingen nur 47,4 % der Wähler in Dresden zur Wahl.