Aktualisiert am 25. Dezember 2022, 20:57 Uhr
Lawine in Vorarlberg: „Retter tun weiterhin alles, um Verschüttete zu finden“
Am Sonntag wurden im Skigebiet Lech/Zürs mehrere Menschen von einer Lawine erfasst. Der Einsatz geht auch bis in die Nacht hinein.
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Mehrere Menschen wurden am Sonntagnachmittag in Vorarlberg von einer Lawine erfasst, zwei sollen noch verschüttet sein.
AFP
Die Suche geht auch nachts weiter.
Die Lawine ging gegen 15 Uhr im Skigebiet Lech/Zürs nieder. (Symbolfoto)
imago stock&people
Das ist es, worum es geht
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Im Skigebiet Lech/Zürs in Vorarlberg ist am Sonntag eine Lawine abgegangen.
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Mehrere Personen wurden gefangen genommen. Die Suche nach ihnen geht nach Einbruch der Dunkelheit weiter.
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Über die Unfallbeteiligten ist nichts bekannt.
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Laut einer Sprecherin der Tourismusregion Lech/Zürs wird alles getan, um Wintersportler zu retten.
Zehn Menschen wurden am Sonntagnachmittag gegen 14.55 Uhr im Skigebiet Lech/Zürs von einer Lawine verschüttet. Seitdem wurde eine Person lebend gerettet. Nach Angaben einer Sprecherin der Tourismusregion Lech/Zürs ging die große Lawine an den Hängen der Station Trittkopfberg nieder. „Ob das in einem präparierten oder sicheren Bereich der Piste herausgekommen ist, ist noch nicht bekannt.“
Am Sonntag waren rund 200 Einsatzkräfte der verschiedenen Blaulichtorganisationen, darunter Suchteams mit Hunden, sowie acht Hubschrauber aus Vorarlberg und Tirol im Einsatz. “Die Rettungskräfte setzen weiterhin alles daran, dass die Unfallbeteiligten gefunden und gerettet werden können.” Auch nachts steht ein Rega-Helikopter zur Verfügung. Zu den am Unfall beteiligten Personen wurden noch keine Angaben gemacht.
Obwohl die Ausläufer der Lawine die Skipiste erreichten, waren andere Wintersportler nicht betroffen. Derzeit sind der Sprecherin keine Aussagen von Augenzeugen bekannt.
Sehr belebte Skipiste am Sonntag
In der Weihnachtszeit ist die Region gut besucht. „Dasselbe passiert auf den Gleisen. Dieser Sonntag war sehr gut besucht.“ Zu den Pistenverhältnissen sagte die Sprecherin, gestern sei der letzte Schneefall in Vorarlberg gewesen. „Derzeit liegen 80 Zentimeter Schnee auf dem Berg.“ Die Lawinengefahr liegt bei Stufe 3 bis 4 und ist daher wichtig.
Wie das EDA auf Anfrage mitteilt, stehe man in Kontakt mit den lokalen Behörden. Derzeit gibt es keine Informationen zu Schweizer Opfern.
Grundsätzlich ist bei einem Lawinenunglück schnelles Handeln entscheidend. „Nur die Hälfte der vollständig Verschütteten hat überlebt. Bereits nach 15 Minuten sinken die Überlebenschancen dramatisch“, schreibt die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung BfU auf ihrer Website.
Die Einsatzkräfte bitten um Hinweise: Personen, die nützliche Hinweise zum Lawinenverlauf oder zu vermissten Personen geben können, wenden sich bitte an das Polizeiinspektorat Lech (+43 (0) 59 133 8105).
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