Bild: Intel
In China stellte Intel offiziell die Arc A380 vor, die erste diskrete Desktop-Grafikkarte. Launch-Partner ist Gunnir, der ebenfalls über ein maßgeschneidertes Custom-Design verfügt, das etwas höhere Taktraten bei höherer TDP bietet. Die Preise beginnen bei 1.030 Yuan, umgerechnet knapp 150 Euro.
Wie angekündigt ist China der erste, der dies tut
Diverse chinesische Medien verfolgen seit Jahren den Start von Intels erstem unauffälligen Auftritt mit Desktop-Grafikkarten. Der Hersteller hatte angekündigt, dass der mehrfach verschobene Release der Desktop-Versionen zunächst in China erfolgen würde.
Auch hier dürften die OEMs vorerst hauptsächlich Grafikkarten verbauen, allerdings stellt Gunnir auch eine Custom-Lösung mit etwas mehr Leistung vor. Intel nennt aber auch Acer, Asus, Gigabyte, HP und MSI als Partner, die voraussichtlich im Sommer Karten in China auf den Markt bringen werden.
Intel Arc A380 startet in China (Bild: Intel)
Der Intel Arc A380 ist technisch verwandt mit dem Arc A370M, der vor Monaten in den Laptop eingeführt wurde und bisher nur selten auf dem Markt zu finden ist. Die 8 Xe-Kerne takten mit bis zu 2.000 MHz bei einer TDP von 75 Watt aber knapp 500 MHz höher und es gibt 6 GB GDDR6 statt 4 GB auf dem Laptop: Das Speicherinterface ist also 96 statt 64 Bit breit.
Das Ziel ist performantes 1080p-Gaming, was Intel in einem 10-minütigen Video auf Weibo mit technischen Details erklärt.
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1080p-Leistung des Intel Arc A380 (Bild: Intel)
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Als Gegenspieler nennt Intel die Radeon RX 6400
Als Gegenspieler hat sich Intel die AMD Radeon RX 6400 ausgesucht. Dieser leidet bekanntlich unter dem kleinen 4GB Speicher, Intels eigene Messungen versprechen eine rund 25 Prozent höhere Leistung pro Yuan; Einen direkten FPS-Vergleich bietet Intel nicht an.
Am Ende bleibt aber die seit Wochen, Monaten und sogar Jahren ungelöste Fahrerfrage, die zuletzt ein eher unangenehmes Bild abgibt.
Es wird nicht beim Referenzdesign bleiben. Als einer der ersten Partner präsentiert Gunnir auch eine Custom-Lösung mit Dual-Lüfter, dank der Erhöhung der TDP auf 92 Watt soll die Karte einen Takt von bis zu 2.450 MHz liefern.
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Gunnir Arc A380 Photon (Bild: Gunnir)
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Größere diskrete Desktop-Grafikkarten werden voraussichtlich noch in diesem Sommer/Jahr auf den Markt kommen. Ein erstes Notebook lieferte bereits einen Vorsprung, doch auf dem Desktop werden die Unterschiede noch etwas größer sein. Erst dann wird klar, was Intel Arc in der ersten Generation wirklich kann.