Italien nach 2:5 sauer – Donnarumma irritiert: „Keine Ausreden“

Aktualisiert am 15.06.2022 07:39 Uhr

  • Nach dem 5:2 gegen Deutschland schienen die Nerven innerhalb der italienischen Fußballnationalmannschaft bereit zu sein.
  • Während eines Interviews konfrontierte Torhüter Gianluigi Donnarumma einen Journalisten.

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Die 2:5-Peinlichkeit in der Nations League gegen Deutschland hat der Stimmung der italienischen Fußballer geschadet. „Wir sind sauer“, sagte Europameister-Torwart und Kapitän Gianluigi Donnarumma nach der historischen Niederlage am Dienstag bei Rai TV.

“Für so etwas gibt es keine Entschuldigung. Wir haben es heute nicht gut gemacht.” Zum ersten Mal seit 65 Jahren und einem 6:1-Unentschieden gegen Jugoslawien im Mai 1957 kassierte Italien fünf weitere Gegentore.

Donnarumma erinnerte daran, dass die Squadra Azzurra im fünften Spiel in zwei Wochen sichtlich müde war. „Aber wir wollen uns nicht entschuldigen. Es tut uns leid, dass die Fans das sehen mussten. So funktioniert es nicht“, sagte er.

Donnarumma konfrontiert einen Journalisten

Daraufhin griff der 23-Jährige den Fernsehreporter verbal an. Sie hatte ihn vor dem 0:5 nach seinem Fehler gefragt und festgestellt, dass Donnarumma zuletzt oft Schwächen gezeigt hatte.

„Wer umstritten sein will, muss umstritten sein“, schnauzte der Torhüter. “Es gibt niemanden die Schuld, nur das Team. Wenn Sie mir die Schuld für den Fehler geben wollen, tun Sie es, kein Problem.”

Trainer Roberto Mancini zeigte sich etwas nachsichtiger und erinnerte an den Neuaufbau der Mannschaft nach der verlorenen WM-Qualifikation mit Niederlagen: “Schade, dass es heute so gelaufen ist.”

Eines der wenigen Highlights von Mancini sind die Auftritte einiger Neuzugänge in den letzten Spielen. Stürmer Wilfried Gnonto etwa traf zwischenzeitlich zum 1:5 und ist nun mit 18 Jahren und gut sieben Monaten der jüngste Torschütze in der Geschichte des italienischen A-Teams.

«Wir haben gesehen, dass wir noch viel zu tun haben», sagte der Teenager des FC Zürich im Gespräch mit dem ZDF. “Wir haben nicht so viel Zeit. Wir müssen dieses Niveau erreichen. Wir haben viele gute Spieler, aber wir haben noch viel zu tun.” ©dpa

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