CDU nach Urteil: „Angela Merkel hatte damals recht“

Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu einer Äußerung von Angela Merkel zur AfD stellte sich die CDU hinter die damalige Kanzlerin. „Wir respektieren ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, egal ob wir es teilen oder nicht“, sagte CDU-Generalsekretär Mario Czaja am Mittwoch in Berlin.

Unabhängig vom Urteil des Bundesverfassungsgerichts bleibt es dabei, dass die gesamte AfD vom Verfassungsschutz als mutmaßlicher Rechtsextremist qualifiziert wird. “Das ist die erste wirkliche Position unserer Demokratie.” Karlsruhe mag auf die Aussage der Kanzlerin reagiert haben: “Aber die Person Angela Merkel war damals natürlich richtig.”

Merkel selbst hat über eine Sprecherin gesprochen. “Bundeskanzlerin AD Dr. Angela Merkel respektiert selbstverständlich die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts”, sagte eine Sprecherin der Deutschen Nachrichten-Agentur in Berlin auf Anfrage. Zum Inhalt äußerte sich der ehemalige Rektor nicht.

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Stellungnahme des Bundesverfassungsgerichts

Nach der Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Thüringer Ministerpräsidenten sprach Merkel bei einer Reise nach Südafrika mit den Stimmen von CDU und AfD und sagte unter anderem, das Ergebnis müsse er “zurückmachen”.

Das Bundesverfassungsgericht stellte am Mittwoch fest, dass Merkel mit diesen Äußerungen die Rechte der AfD verletzt habe. In einem am Mittwoch verkündeten Urteil urteilten die Richter, dass Merkel gegen den Grundsatz der Chancengleichheit der Parteien verstoßen habe (Az. 2 BvE 4/20 ua).

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AfD-Chef Tino Chrupalla freut sich über den Erfolg seiner Partei. „Das ist ein guter Tag für die Demokratie“, sagte er nach der Urteilsverkündung in Karlsruhe. Chrupalla sagte, die Äußerungen hätten “mehr mit diktatorischen Meinungsäußerungen im Ausland zu tun”. Aus seiner Sicht wäre unter normalen Umständen ein normaler Rücktritt nötig gewesen, aber Merkel ist nicht mehr im Amt. “Wahrscheinlich hat das Bundesverfassungsgericht deshalb so lange gebraucht.”

Nach Ansicht des Thüringer Landesverbandes der AfD zeige das Urteil „Demokratiedefizite in Deutschland“. Er spreche für sich selbst, dass Merkel und andere “den Widerruf einer demokratischen Wahl gefordert und schließlich durchgesetzt” hätten, sagte AfD-Landessprecher Stefan Möller zur Entscheidung der Richter.

“Wenn dieser Vorgang in Russland oder der Türkei stattgefunden hätte, wäre die Empörung deutscher Politiker ohrenbetäubend gewesen.” Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts sei nicht erforderlich, um “die demokratischen Defizite in Deutschland aufzudecken”.

Kemmerich will nach vorne schauen

Der damalige FDP-Kandidat Thomas Kemmerich will das Urteil der Richter nicht bewerten. “Ich habe großen Respekt vor dem Gericht”, sagte Kemmerich in einer Erklärung. “Für mich bin ich ein vorausdenkender Mensch.”

„Darüber hinaus urteilt er über eine Verletzung der Rechte einer Partei, die im Thüringer Landtag auffällt, weil sie das demokratische System schädigen will“, sagte der FDP-Sprecher im Thüringer Landtag zur Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs. Richter.

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Mike Mohring, damals Vorsitzender der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, sagte, man müsse Merkels Worte im Zusammenhang sehen. Die Äußerungen der Kanzlerin seien „das Ende einer viermonatigen Zurückhaltung, nicht auf die in Berlin üblichen Reflexionen über die historisch einmalige Situation in Thüringen zu reagieren“. Erst dies bereitete der AfD die Bühne, mit ihrem Wahlverhalten demokratische Institutionen zu schädigen.

Die Partei versuchte dann, sich mit der Klage einen Namen zu machen. „Das folgt der üblichen Methodik dieser Partei“, sagte der CDU-Politiker. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Thüringer Landtag, Astrid Rothe-Beinlich, sagte, sie könne die Äußerungen der Kanzlerin gerade in der aktuellen Situation nachvollziehen. Er bezeichnete das Urteil als „juristisch nachvollziehbar“.

„Holocaust-Überlebende waren und sind Angela Merkel dankbar“

Das Internationale Komitee von Auschwitz verteidigte Merkels Äußerungen. „Holocaust-Überlebende waren und sind Angela Merkel immer dankbar für ihre klare Haltung zur AfD“, sagte der stellvertretende Ausschussvorsitzende Christoph Heubner am Mittwoch.

Seine Charakterisierung der Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten des Landes Thüringen mit den Stimmen von CDU, FDP und AfD als „unverzeihlich“ habe das Vertrauen in Deutschland in einer Situation gestärkt, „in der die Erfurter Politiker dieses Vertrauen mit ihrem verbanden unglückliches Wahlverhalten entschieden misshandelt worden.“

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