„Rosenkonzert“: Tolle Premiere in Baden

Auch das diesjährige Rosenkonzert, das nach zweijähriger Pandemiepause endlich stattfand, war ein Geburtstagskonzert. Einerseits war es der zehnte Jahrestag der Restaurierung. Der künstlerische Leiter Andelko Igrec hingegen ist seit 10 Jahren aktiv und hat zu diesem Anlass ein eigenes Orchesterwerk komponiert, das vom Publikum mit großem Beifall gefeiert und erfolgreich uraufgeführt wurde.

Andelko Igrecs „Rhapsodie für Klavier und Orchester über ein Beethoven-Thema“ war der Ausgangspunkt, ein beeindruckendes Werk, das nach einem Orchesterstart bald das Soloklavier mit Beethovens Thema zum „Grund der Freude“ des IX. Sinfonie, lassen Sie uns anspielen. Igrec versteht es, das Orchester sehr subtil mit einem Soul Piano das Soloklavier begleiten zu lassen, ihm aber auch die Möglichkeit zu geben, im vollen Fortissimo aufzutreten.

Ein beeindruckendes Werk, das man gerne zum zweiten oder dritten Mal hören möchte, um seine verborgenen Schönheiten näher zu entdecken und zu genießen. Der junge Pianist Stipe Bilic, der das Werk erst relativ kurz vor dem Konzert einstudiert hatte, weil der Künstler ursprünglich geplant hatte, es abzusagen, erledigte seinen Job mit Einfühlungsvermögen und technischem Mut. Das Publikum im gut besuchten Partysaal des Casinos dankte der Aufführung mit frenetischem Applaus und feierte nicht nur Solist und Dirigent, sondern auch das hervorragend arrangierte Orchester.

Nach der Pause Symphonie Nr. 8 von Antonin Dvorak, in G-Dur, Op. 88. Die Aufführung zeigte, dass dies die Symphonie von Igrecs tschechischem Lieblingskomponisten war. Mit Elan machte er sich an diese Aufgabe und verstand es auch, die schönsten Momente dieser wunderbaren Musik heraufzubeschwören. Wie in seiner eigenen Arbeit konnte Igrec die Musiker sehr gut zum Tutti-Spiel animieren, aber er konnte auch das Orchester zurückgewinnen, wenn beispielsweise einer der Musiker ein Solo spielen musste. Diesmal gab es auch einen langen Applaus, der von Beifallsrufen unterbrochen wurde.

Die „Badener Musikfreunde“ haben sich in den 10 Jahren ihres Bestehens zu einer homogenen musikalischen Körperschaft entwickelt. Es wäre wünschenswert, dass dieser Zustand so lange wie möglich andauert. Ein herzliches “ad multos annos” zum zehnten Geburtstag!

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