Unglaublich, aber war es: Die Uefa plant bereits ein neues Vereinsturnier. Im Sommer wird es ein Miniturnier geben, bei dem vier Mannschaften im KO-System gegeneinander spielen. Das Turnier wird in den USA ausgetragen. Der Grund: Die Clubs reisen bereits in Vorbereitung um die Welt. Ein Teilnehmer soll auch Champions-League-Sieger werden.
Der versteckte Grund ist, dass das Format des “Final-Four-Turniers” den Fußballfans Spaß machen soll. Die Uefa plant außerdem, dass die vier Halbfinalisten in der Champions League per KO gegeneinander antreten. Dieses „Auftaktturnier“, wie es der europäische Fußballverband nennt, muss vor der Gruppenphase der CL ab der Saison 2024/25 stattfinden.
Starke Kritik an der Uefa
Erst letztes Jahr sorgte die Einführung der Conference League für Unmut bei Klubs, Spielern und Fans, ebenso wie die Programmierung der letzten Spiele der League of Nations. Daher ist es fast logisch, dass diese Idee erneut kritisiert wird.
Die Union der französischen Profifußballer (UNFP) reagierte mit großer Ironie: „Wie kann man einen internationalen Kalender veröffentlichen, der bereits verrückt ist, wenn man keinen Wettbewerb hinzufügt? Ich hätte es mir denken können. Und die UEFA hat es getan.“
Der Präsident verteidigt das Projekt
Dies würde den Spielplan nur voller machen und den Fußballern noch weniger Zeit geben, sich zwischen den Saisons zu erholen. Im gleichen sarkastischen Ton erklärte der Verband die Bedeutung des Miniturniers: „Es wird all diejenigen verbieten, die glauben, dass die Uefa nur ihre Kassen füllen will, unabhängig von der Gesundheit der Spieler, unabhängig von der Show. Und Fußball.”
Uefa-Präsident Aleksander Ceferin (54) will Kritik entkräften. Der Slowene besteht darauf, dass alle Anstrengungen unternommen werden, um die Befürchtungen zu zerstreuen, dass es zusätzliche Spannungen im Kalender gibt. Die Reaktion anderer Verbände und Spieler und Vereine ist wohl nur eine Frage der Zeit. (die)