Sieben weitere Pockenfälle in Österreich

Die Gesundheitsbehörden der betroffenen Bundesländer haben die notwendigen Maßnahmen ergriffen und neue Fälle werden an die internationalen Gesundheitsbehörden gemeldet. Wien habe sechs weitere Fälle bestätigt, teilte das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) der APA mit. Damit waren in der Bundeshauptstadt insgesamt acht Menschen an Affenpocken erkrankt, ein Patient genesen. Die restlichen sieben Betroffenen werden offiziell isoliert. Keiner der Pockenfälle in Wien wird derzeit in einem Krankenhaus behandelt.

Bei den sieben Fällen in Wien handelt es sich um sieben Männer im Alter zwischen 20 und 50 Jahren. Die Symptome reichen von sehr leichten Fällen mit einigen isolierten Pusteln bis hin zu weit verbreiteten Hautausschlägen. „Wie wir bisher festgestellt haben, ist keine der Personen gegen Pocken geimpft“, teilte das Hackerbüro mit. Bisher bekannte Krankenhausaufenthalte seien jedoch eine reine Vorsichtsmaßnahme, der Krankheitsverlauf selbst mache einen Krankenhausaufenthalt nicht zwingend erforderlich, sagte er.

In Niederösterreich gab es einen weiteren Fall, wie der APA aus dem Bauernhaus Niederösterreich bestätigt wurde. Der Patient ist ein 44-jähriger aus dem Kreis Tulln. Er musste auch nicht ins Krankenhaus.

Eine Impfung der Allgemeinbevölkerung gegen Affenpocken sei aus heutiger Sicht medizinisch nicht notwendig und werde daher in Österreich nicht diskutiert, betonte das Ministerium. Pocken werden hauptsächlich durch direkten Kontakt übertragen. Der Erwerb eines zugelassenen Affenpocken-Impfstoffs wird jedoch derzeit mit den europäischen Behörden abgestimmt. Sobald es verfügbar ist, wird das Gesundheitsministerium bekannt geben, ob und für welche Personengruppen es eingesetzt werden soll.

Da das Europäische Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor der Gefahr einer weiteren Ausbreitung der Pocken bei zukünftigen Festivals und großen Festivals gewarnt hat, hat das Gesundheitsministerium eine neue Broschüre mit wichtigen Tipps zum Schutz vor übertragbaren Krankheiten erstellt und veröffentlicht. Neben Affenpocken behandelt dieses Merkblatt auch sexuell übertragbare Infektionen (STIs) und Covid-19. Wichtige Tipps zur Vorbeugung und zum Vorgehen bei Infektionsverdacht wurden zusammengefasst.

Die Broschüre ist als Begleiter für Teilnehmer an Großveranstaltungen, Festen und Feiern gedacht. Das Gesundheitsministerium informiert Veranstalter auch über Maßnahmen zur Prävention übertragbarer Krankheiten.

(SERVICE – Weitere Informationen zum neuen Prospekt finden Sie unter:

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