Die “Millionen im Kinderzimmer” und was übrig bleibt

Was bringt das neue Abkommen?

Die nächste Vereinbarung tritt mit dem Kinderkurs 2022/23 in Kraft und gilt bis 2026/27. Sie bringt Neuerungen, die bisweilen für Aufsehen gesorgt haben: Das Taschentuchverbot in Kindergärten etwa wird aufgehoben, sehr zum Missfallen von Integrationsministerin Susanne Raab. Zudem wurden Betreuungs- und Vereinbarkeitsziele gesetzt: Der Anteil der Kinder unter drei Jahren in der Kita soll von 30 auf 33 Prozent gesteigert werden. Die elternkompatiblen Vollzeit-Betreuungsplätze werden von derzeit 64 Prozent auf 70 Prozent steigen. Für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren soll der Betreuungsanteil von 51,8 % auf 57,8 % erhöht werden.

Die “Millionen im Kinderzimmer”

Sie wollen die Erweiterung mit dem Herzstück des neuen Abkommens 15a vollziehen: der sogenannten „Kindergartenmilliarde“. Es war längst ein Politikum, es stand kurz vor der Umsetzung in der Regierung Kern-Mitterlehner und es ging um Intrigen.

abgeschossen durch den Aufstieg von Sebastian Kurz zum ÖVP-Parteichef.

Das neue Paket heißt „Kindergartenmilliarde“, ist aber Betrug. Denn das ist keine Milliarde pro Jahr, sondern eine Aufstockung des Budgets von 142,5 Millionen auf 200 Millionen Euro pro Jahr für die nächsten fünf Jahre.

Reicht das Geld?

Meinungen werden unter Experten geteilt. Für Wolfgang Mazal, Leiter des Familienforschungsinstituts, ist die Aufstockung „ein respektabler Schritt“. Andere sind enttäuscht. Katharina Mader, Expertin für Grundbildung im Abgeordnetenhaus, glaubt, dass jährlich die nötige Milliarde, also eine Erhöhung des Budgets von 0,7 auf 1 Prozent des aktuellen BIP, nötig sei, um gravierende Defizite durch Personal- und Kita-Mangel zu beseitigen setzt. in den Bundesländern.

Unbeantwortete Aktionen

Auch die Forderung nach einem Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz ab dem 1. Lebensjahr blieb unbeantwortet. Auch der zweite obligatorische Kindergartenkurs wurde nicht in die Vereinbarung aufgenommen. Bislang müssen nur Kinder zwischen fünf und sechs Jahren in den Kindergarten. Auch die seit langem geforderte Reduzierung der Gruppengröße sei nicht zwingend, so Mader, was die Situation der Belegschaft deutlich verbessern werde.

Die Milliarde wirkungslos

„Das gravierendste Problem ist die Fachkräfteflucht aus der Gärtnerei“, sagt Mader. Und dass viele nach der Ausbildung gar nicht erst ins Berufsleben starten, sagt Mazal. Umfragen von Grundschuleinrichtungen zufolge steigen 90 Prozent der Absolventen gar nicht erst in den Beruf ein. „Eine Milliarde wird ineffizient verschwendet“, sagt Mazal. Die Arbeit muss attraktiv sein. „Und es geht nicht nur um kurzfristiges Geld, sondern um Wertschätzung und kleinere Gruppen“, sagen die beiden. Dass Geld allein nicht die Lösung ist, zeigt die Tatsache, dass das bisherige Budget nicht vollständig ausgeschöpft wurde. „Wir haben nicht genug Personal, um das Geld einzusammeln“, sagt Mazal.

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