nein Wir müssen uns nochmals bei der österreichischen Regierung bedanken, der kurze Tag hat uns sehr geholfen.
Das Arbeitsumfeld soll jedoch überhaupt nicht gut sein. Viele Mitarbeiter wurden kurz vor dem Sommer mit dem Sparpaket PE20 entlassen. Nun heißt es, Bodenpersonal, Flugbegleiter und Piloten seien am Rande und es gebe auch eine Krise in der Technik. Haben Ihre Vorstandsmitglieder zu schnell Stellen gestrichen?
Wir sind eine der wenigen Fluggesellschaften, die genug Personal für den Sommer haben. Viele sind zwar gegangen, aber ich bin froh, dass ich keine Massenentlassungen machen musste. Wir haben die Listen nicht verändert. Aber jetzt, nach Corona, ist es so, als würde ich zwei Jahre keinen Sport machen und sofort an meine Grenzen gehen. Unsere Sommer sind immer anstrengend und ich kann sehr gut verstehen, dass es sich nach diesen zwei Jahren noch schwerer anfühlt. Wir haben jetzt über 150 neue Flugbegleiter eingestellt, da wir einen Mangel an Besatzung gesehen haben.
Sie sagten angeblich, die Mitarbeiter seien es nicht mehr gewohnt zu arbeiten.
Das stimmt nicht, ich habe dir genau das gesagt, was ich dir jetzt gesagt habe. Aber für viele Probleme ist nicht die AUA zuständig, sondern unsere Systempartner, also Flughäfen, Flugsicherung, Bodenassistenz und so weiter. Viele Flughäfen haben derzeit Personalmangel, etwa für Sicherheitskontrollen. Flugzeuge werden nicht schnell genug be- und entladen oder die Suche nach verlorenem Gepäck dauert zu lange. Wir sind sehr auf diese Verbände angewiesen, aber mit dem Flughafen Wien läuft es sehr gut, sodass es derzeit keine Probleme gibt.
Welche Flughäfen haben die größten Probleme?
Das ändert sich. Zuletzt Amsterdam und Tel Aviv. Sicherheitskontrollen sind derzeit das Problem an deutschen Flughäfen.
Welchen Rat würden Sie Fahrgästen geben?
Kommen Sie an kritischen Tagen, wie zum Beispiel zum Urlaubsbeginn, etwas früher zum Flughafen und seien Sie gut vorbereitet. Stellen Sie sicher, dass Sie alle Ihre Dokumente haben, Ihr Gepäck gut verpackt ist, Ihr Handgepäck den Vorschriften entspricht und bitte nicht zu viel Handgepäck mitnehmen.
Apropos heißer Sommer, die Preise sind auch nicht sehr warm.
Die Preise sind gestiegen, das stimmt. Aber die Kosten für Kerosin haben sich mehr oder weniger verdoppelt.
Allerdings macht der Treibstoff nur 30 Prozent der Gesamtkosten aus und die AUA hat die Ticketpreise oft verdoppelt.
Wenn sich Kerosin verdoppelt, ist es viel. Wenn die Strecken sehr, sehr gut gebucht sind, wie es der Süden für den Sommer ist, sind die Ticketpreise auch hoch. Das ist das klassische Angebot und Nachfrage und wir brauchen es auch, um unsere Schulden beim österreichischen Steuerzahler zu begleichen.
Inwiefern ist die AUA vom Ausfall der OMV Raffinerie in Schwechat betroffen?
Wir versuchen viel auszufüllen, was wir normalerweise nicht tun. Treibstoff ist nichts, aber an vielen Flughäfen teurer als in Schwechat. Dies erhöht unsere Kosten erneut. Und je schwerer das Flugzeug, desto mehr Kerosin verbraucht es. Es hängt davon ab, ob.
Wie hoch ist Ihr Schaden und werden Sie OMV eine ordnungsgemäße Schadensmeldung zukommen lassen?
Den Schaden können wir noch nicht beziffern. Eine Klage wird derzeit nicht diskutiert, aber wir sind im Austausch dafür, wie wir das finanziell regeln können. Unsere Zusammenarbeit mit der OMV ist sehr gut.