Bundeskanzler Scholz zeigte sich in seiner Rede vor dem WEF optimistisch. Putin verlor alle strategischen Ziele in der Ukraine.
Bundeskanzler Olaf Scholz am WEF in Davos. – Schlüsselschlüssel
Ankündigungen
das Wesentliche zusammengefasst
- Bundeskanzler Olaf Scholz glaubt, dass Putin den Krieg verlieren wird.
- “Sie hat bereits alle strategischen Ziele verloren”, sagte die Kanzlerin.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich erneut zuversichtlich gezeigt, dass Russlands Präsident Wladimir Putin den Krieg in der Ukraine nicht gewinnen wird. „Sie hat bereits alle strategischen Ziele verloren“, sagte Scholz am Donnerstag in seiner Rede am Ende des Jahrestreffens des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos.
Der russische Präsident Wladimir Putin. – Schlüsselschlüssel
„Die Eroberung der gesamten Ukraine durch Russland scheint heute weiter entfernt zu sein als zu Beginn des Krieges. Mehr denn je betont die Ukraine ihre europäische Zukunft.“
Scholz pocht auf Einigkeit
Zudem habe die „Brutalität des Russlandkrieges“ die ukrainische Nation näher denn je gebracht und zwei Länder näher an die Nato gebracht: „Mit Schweden und Finnland wollen sich zwei enge Freunde und Partner vereinen. „Willkommen in der Nordatlantischen Allianz. Sie sind sehr willkommen!”
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Putin unterschätzte auch die Geschlossenheit und Stärke, mit der die Gruppe der Sieben Industrienationen (G7), die Nato und die EU auf seine Aggression reagierten.
Putin wolle zu einer Weltordnung zurückkehren, in der die Stärkeren bestimmen, was richtig ist, sagte Scholz. “Dies ist ein Versuch, uns zu einer Zeit zu bombardieren, als Krieg ein gängiges politisches Instrument war.” Das Davos World Economic Forum endet an diesem Donnerstag nach vier Tagen. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine hat mehr als drei Monate gedauert.
Scholz: Globalisierung umkehren wäre ein „Holzweg“
Scholz warnte im WEF auch vor der Abschottung der Volkswirtschaften. „Um es ganz klar zu sagen: Deglobalisierung ist eine Sackgasse. Natürlich müssen wir einige strategische Abhängigkeiten reduzieren. Auch unsere Abhängigkeit von Russlands Energieimporten fällt in diese Kategorie, damit wird sie enden.“ „Die Wirtschaft wird widerstandsfähiger in einer krisenanfälligen Welt, insbesondere durch eine breitere Aufstellung.
Politische Partner sollten nicht mehr in denselben Ländern gesucht werden, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag bei einer Konferenz in den Schweizer Alpen. „In dieser multipolaren Welt fordern ganz unterschiedliche Länder und Regionen entsprechend ihrem wachsenden wirtschaftlichen und demografischen Gewicht ein größeres politisches Wort“, sagte Scholz. Er fügte hinzu: “Um es ganz klar auszudrücken, es besteht keine Gefahr darin.”
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