- Vitamin-D-Überdosierung: Das sind die möglichen Ursachen
- Dies sind die Risiken der Einnahme von zu viel Vitamin D.
- Eine Überdosierung von Vitamin D hat diese Symptome
- Die Maximaldosis sollte so hoch wie möglich sein
- Für diese Personengruppe wird die Einnahme von Vitamin D empfohlen
Vitamin D ist gut für Knochen, Muskeln und stärkt auch das Immunsystem. Es kann also nicht “zu viel” sein, oder? – Unglücklicherweise nicht. Denn obwohl Vitamin D die Gesundheit in vielerlei Hinsicht fördert, kann die Einnahme von zu viel Vitamin D zu einer Überdosierung führen, die auch als „Vergiftung“ bezeichnet wird. Und im Extremfall sogar lebensgefährlich.
Hier erfahren Sie, was diese Vitaminüberdosierung verursacht, mit welchen Symptomen Betroffene rechnen müssen und wie hoch die Höchstdosis sein sollte.
Vitamin-D-Überdosierung: Nahrungsergänzungsmittel als Ursache
Vitamin D gilt als das Vitamin der Sonne, und das nicht umsonst: Jeder formt es, wenn er Sonnenlicht ausgesetzt ist. Aber das kann natürlich nicht zu einer Überdosierung führen. Denn der Körper verfügt über eine Art Schutzmechanismus, der aktiviert wird, sobald genügend Vitamin D im Körper vorhanden ist. Und auch über die Ernährung, zum Beispiel häufiges Essen von fettem Seefisch, ist diese Folge ausgeschlossen.
Die Ursache des Vitamin-D-Überschusses liegt lediglich in Nahrungsergänzungsmitteln, über die auch Vitamin D aufgenommen werden kann. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt sogar vor gesundheitlichen Risiken, die mit der eigenständigen Einnahme von Vitamin-D-Präparaten verbunden sein können.“ Höhere Dosen sollten nur unter ärztlicher Kontrolle und unter Berücksichtigung des individuellen Vitamin-D-Zustands eingenommen werden“, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme des Instituts. Wer Vitamin D alleine einnehmen möchte, sollte nur Präparate mit einer Tagesdosis von bis zu 20 Mikrogramm (800 Internationale Einheiten) verwenden. “Bei dieser Menge sind keine gesundheitlichen Probleme zu erwarten.”
Laut BfR erhöht die regelmäßige tägliche Einnahme von Vitamin D aus hochdosierten Präparaten – nicht aus medizinischen Gründen – das Risiko von Gesundheitsschäden wie Nierensteinen oder Nierenverkalkung. Es gibt auch Fälle von akutem Nierenversagen durch unkontrollierte Selbstverabreichung von Vitamin-D-Präparaten.Darüber hinaus sind viele Vitamin-D-Präparate unwirksam und sogar schädlich.
Symptome einer Vitamin-D-Überdosierung
Um das aufgenommene Vitamin D verarbeiten und speichern zu können, benötigt der Körper Calcium. Mit steigendem Vitamin-D-Spiegel wird mehr Calcium aus der Nahrung aufgenommen und in den Knochen gelöst. Viele der Symptome einer Vitamin-D-Überdosierung sind auf diesen Anstieg des Kalziumspiegels im Blut (Hyperkalzämie) zurückzuführen. Dies sind die Symptome einer Vitamin-D-Überdosierung:
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- Übelkeit und Erbrechen
- Appetitverlust
- extreme Set (Polydipsie)
- vermehrtes Wasserlassen (Polyurie)
- schwach fühlen
- Kopfschmerzen
- Nervosität
- Nierensteine und Nierenschäden bis hin zum Nierenversagen
- Bauchkrämpfe
- Ermüdung
Bei den Symptomen wird zwischen einer akuten und einer chronischen Vitamin-D-Überdosierung unterschieden. Schwerwiegende Folgen wie Nierenversagen oder Nierenschäden treten erst nach längerer erhöhter Einnahme auf. Von einer akuten Überdosierung spricht man bei einmaliger Einnahme von zu viel Vitamin D. Um eine Überdosierung zu erkennen, wird der Blutspiegel überwacht. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie zu viel Vitamin D eingenommen haben, sollten Sie sich an Ihren Hausarzt wenden.
Während der Corona-Pandemie wurden im Internet immer wieder Empfehlungen für Vitamin-D-Präparate verbreitet. Es könne vor einer Ansteckung oder zumindest einem schweren Verlauf schützen, sagte er. Das BfR warnt jedoch vor einer präventiven Vitamin-D-Einnahme zu diesem Zweck. Im Fall von Covid-19 sind die diesbezüglichen Daten jedoch noch unsicher. Insbesondere konnte bisher nicht nachgewiesen werden, dass gut mit Vitamin D versorgte Menschen von einer zusätzlichen Gabe von Vitamin D profitieren.“ Daher gebe es derzeit keine generelle Empfehlung zur Einnahme von Vitamin-D-Präparaten zur Vorbeugung einer Infektion durch Sars-CoV-2 bzw ein schwerer Verlauf einer Covid-19-Erkrankung“, teilte das Institut mit.
Vitamin-D-Mangel: Für diejenigen, die eine zusätzliche Einnahme sinnvoll machen
Obwohl Vitamin D kein „echtes“ Vitamin ist, da es nur begrenzt über die Nahrung aufgenommen werden kann, spielt es dennoch eine wichtige Rolle im Körper. Beispielsweise kann ein Vitamin-D-Mangel dazu führen, dass Knochen weich werden und entkalken. Das Ergebnis können Muskelschwäche, Knochenschmerzen und eine Verringerung der körperlichen Kraft sein. Auch Menschen, die zu wenig Vitamin D produzieren, können an Osteoporose erkranken. Die Knochenmasse bricht: Die Knochen werden brüchig. Ältere Menschen sind besonders von dieser Krankheit betroffen.
Aus diesem Grund empfiehlt das BfR auch Pflegeheimbewohnern eine Gesamt-Vitamin-D-Zufuhr von bis zu 20 Mikrogramm pro Tag.
„Denn Vitamin D wird unter dem Einfluss von Sonnenlicht in der Haut gebildet. Allerdings bewegen sich viele ältere Menschen kaum noch im Freien.“ Zudem nimmt die Vitamin-D-Bildung mit zunehmendem Alter deutlich ab. Im schlimmsten Fall kann ein übermäßiger Vitamin-D-Mangel tödlich sein.
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mit dpa