Marius Bear über die Schmach des Nullpunkts im ESC
“Ich habe es überwunden”
Marius Bär war bitter enttäuscht, als er im Finale des Eurovision Song Contest trotz Platz 17 vom Publikum null Punkte erhielt. Etwa vier Wochen später blickt er zurück.
Gepostet: 20.06.2022 um 00:56
Vor etwa vier Wochen war er mitten im größten Abenteuer seines Lebens. Am Ende kehrte Marius Bär (29) beim Eurovision Song Contest (ESC) in Turin (I) als 17. von 40 nach Hause zurück. Die Jury vergab für seinen Beitrag „Boys Do Cry“ gute 78 Punkte, vom Publikum gab es dafür bittere „Null Punkte“. Ein Moment, mit dem der Bär anstelle von Turin schwer zurechtkam.
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„Ich habe es überwunden. Und konzentriere dich auf die positiven Dinge, die ich dort erlebt habe“, sagt die Sängerin rückblickend. Die Teilnahme am größten Musikwettbewerb der Welt war für ihn eine Achterbahn der Gefühle. „Ich habe noch nie in meinem Leben so viele Höhen und Tiefen in so kurzer Zeit erlebt“, sagt er. Vor allem die geringe Quote des TV-Publikums traf den Appenzeller. „Ich habe mich ein halbes Jahr auf diesen Auftritt vorbereitet und einen Plan gemacht. Dies hat seine Arbeit nicht beendet. Am Ende war ich natürlich enttäuscht.“
Er schrieb Songs in Großbritannien
Marius Hügli, wie Marius Bär mit bürgerlichem Namen heisst, blickt nun in die Zukunft. „Nach dem ESC hatte ich ein paar Tage mit Freunden frei. Alle um mich herum haben mich angefeuert, ich habe auch viele positive Kommentare in den sozialen Medien erhalten“, sagt er. Der Fragment der Finalshow ging viral, in dem der britische ESC-Vizemeister Sam Ryder (32) seinen Rivalen nach der Peinlichkeit des Nullpunkts umarmte und tröstete. „Ich kann sagen, dass ich stolz auf das bin, was ich heute erreicht habe. Diese Erfahrung macht mich zu einem größeren Künstler.“
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Bear nutzt seine Energie für neue Musik. Er stand im ZDF-Fernsehgarten auf der Bühne und verbrachte auch mehrere Tage in Großbritannien, um dort an Songs zu arbeiten. „In London, aber auch im Umland von Exeter. Neue Songs zu schreiben und ins Ausland zu reisen, motiviert mich. Und natürlich freue ich mich auf die nächsten Konzerte bei den Sommerfesten.“
Aufführungen im Sommer des Festivals
In den kommenden Wochen hat Bear mehrere Auftritte im Freien. Er wird beim Paléo Festival, dem Lumnezia Open Air und dem Heitere Open Air auf der Bühne stehen. „Im Moment arbeiten wir auch an Eröffnungsarrangements für große Gigs“, verrät Bear. “Ich bin mir sicher, dass mir nicht langweilig werden wird.”