Hamburg: Der junge SPD-Politiker will oben ohne für alle

Freiheit für die Brüste, Gleichberechtigung im Pool: In Hamburg sollen Frauen künftig auch ohne Hemd mit dem Oberkörper baden können, findet eine Hamburger SPD-Politikerin. Sie konnte ihre Fraktion bereits hinter sich scharen.

Baden mit nacktem Oberkörper: Bisher war das in deutschen Schwimmbädern Männern vorbehalten. Aber Privilegien sind instabil.

In Göttingen hat der Stadtrat kürzlich beschlossen, dass am Wochenende alle, unabhängig vom Geschlecht, unbekleidet ins Wasser gehen dürfen. Siegen in Nordrhein-Westfalen zog nach. Und nun muss er Hamburg-Eimsbüttel folgen.

Hamburger SPD-Frau gegen “diskriminierende Kleiderordnung”

Auch das Oben-ohne-Schwimmen in Schwimmbädern für alle Gäste soll hier ausdrücklich erlaubt werden, kündigte die Kreis-SPD jetzt an. Begründung: „Für viele Menschen ist das einfach eine Frage der Gleichberechtigung“, sagte die Kreistagsabgeordnete Paulina Reineke-Rügge. Dass diese geschlechtsspezifischen Unterschiede im Jahr 2022 vorgenommen werden, ist nicht mehr aktuell.

„Uns ist klar, dass diskriminierende Kleiderordnungen in Eimsbüttel nichts zu suchen haben“, so Reineke-Rügge weiter. “Jeder, der will, sollte nackt ins Schwimmbad gehen dürfen.”

SPD braucht Eimsbütteler Unterstützung

Allerdings gibt es in Hamburg-Eimsbüttel noch ein Problem. Die zwölf Sitze der SPD im Kreistag reichen nicht aus, um Oben-Ohne für alle zu ermöglichen. Für eine Mehrheit wären 26 Stimmen erforderlich.

Deshalb ist die SPD auf die Hilfe anderer angewiesen. Denkbar ist, dass die Grünen mit ihren 19 Sitzen für den nötigen Rückhalt sorgen. In Siegen hatten die Grünen zusammen mit der SPD bereits der Durchsetzung der kleinen Volt-Fraktion zum Erfolg verholfen.

Paulina Reineke-Rügge ist derweil damit beschäftigt, ihr Projekt auf Instagram zu promoten und in ihren Stories Artikel zu posten, die für eine neue Regulierung plädieren.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *