Die “Luftsteuer” wird abgeschafft.

WIRTSCHAFT

Wenn Markisen oder Vordächer im öffentlichen Raum auffallen, müssen Wiener Restaurants eine Gebühr zahlen. Diese „Luftsteuer“ will der Wiener Gemeinderat im kommenden Jahr abschaffen.

21.06.2022 06.05

Ab heute, 6.05 Uhr online

Laut einer Schätzung des Wiener Gemeinderates sollen Wiener Unternehmen durchschnittlich rund 800 Euro pro Jahr einsparen. „Damit wird eine langjährige Forderung von NEOS erfüllt“, sagte NEOS-Sprecher Marko Knöbl gegenüber wien.ORF.at. Der Abschaffung der “Luftsteuer” seien laut NEOS-Sprecher “zähe Verhandlungen” innerhalb der rot-rosa Koalition vorausgegangen.

Keine Streichung der Nebenkostensteuern mehr

Nutzen Unternehmen den öffentlichen Raum, ist eine Nutzungsgebühr zu entrichten. Das liegt zum einen daran, wenn öffentliche Gehwege oder Grünflächen für Kaffeegehwege genutzt werden, aber auch, wenn öffentlicher Luftraum für Markisen und Vordächer genutzt wird. Diese Sonnenschutzsteuer wird im Volksmund „Luftsteuer“ genannt.

Steuern auf Topfpflanzen, Schaufenster und Eigenwerbung ohne Licht wurden nun abgeschafft. Für Lichtwerbung wird weiterhin eine Gebühr erhoben. Daran soll sich laut NEOS-Sprecher Marko Knöbl auch nichts ändern: „Wir wollen eine leichte Zunahme des Smogs verhindern.“

positive Reaktionen

Die Handelskammer und der Verband Sozialdemokratischer Unternehmen feierten die Abschaffung. Das Ende der „Luftsteuer“ ist laut Wirtschaftskammer eine Entlastung für Unternehmen in Zeiten steigender Inflation. Die ÖVP unterstützt die Abschaffung, spricht aber auch von “Symbolpolitik”. In der Vergangenheit hatten ÖVP, Wirtschaftskammer und NEOS auf die Abschaffung der „Luftsteuer“ gedrängt.

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