Prozess: angeheuerte Attentäter aus dem Darknet

Chronik

Ein Steirer stand am Mittwoch erneut vor Gericht in Graz. Laut Staatsanwaltschaft soll der Mann die neue Lebensgefährtin seiner Ex-Freundin ermorden wollen. Die Verhandlung muss ein zweites Mal durchgeführt werden.

22.06.2022 17.33

Online ab heute, 17:33 Uhr

Der 28-jährige Bauer muss sich seit Mittwoch vor einer Grand Jury wegen eines Attentats verantworten. Er soll über einen Bekannten beabsichtigt haben, im Dunkeln einen Mörder für den neuen Partner seiner Ex-Freundin zu finden. Der Plan scheiterte, und der Angeklagte bestreitet, das Verbrechen begangen zu haben.

Hatten Sie jemals „Bruchprobleme“

In der ersten Gerichtsverhandlung im Februar stimmten Schöffen mit 4:4 für den Angeklagten, Berufsrichter setzten das Urteil jedoch aus. Die Staatsanwaltschaft schilderte am Mittwoch erneut, der 28-Jährige habe schon immer Probleme mit Trennungen gehabt. Nach der Trennung schickte er seiner Ex-Freundin offenbar so lange pornografische Bilder und Nachrichten, bis sie jeglichen Kontakt abbrach.

Auch mit der folgenden Beziehung hat es nicht geklappt, die Trennung soll von der Angeklagten ausgegangen sein. Aber sobald er erfuhr, dass die Frau wieder eine Affäre hatte, wollte er sie zurück. Zunächst arrangierte er für einen Freund einen „Treuetest“ mit dem neuen Partner seiner Ex-Freundin. Schließlich sei der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft auf die Idee gekommen, den Rivalen „wegzufegen“, wie der Angeklagte sagte.

Der Bauer fühlt sich in keiner Weise schuldig

Der 28-Jährige soll einem Freund Geld geboten haben, um im Dunkeln nach einem Mörder zu suchen. “Es ist auch strafbar, wenn ich einen Freund aufrichtig bitte, mir jemanden zu bringen, der den Mord begeht”, sagte der Staatsanwalt heute den Geschworenen. Außerdem gibt es keinen Hinweis darauf, warum der Zeuge die ganze Geschichte erfunden haben soll, wie der Angeklagte behauptet.

Die Verteidigung sprach von einem “Vorurteil” und sagte: “Wir sind in Hirschegg und nicht in Chicago.” Sein Klient wollte nur Tablets im Darknet kaufen, um sein Leben zu beenden. Der Bauer fühlte sich im zweiten Prozess in keiner Weise schuldig. Ein Urteil wird am Donnerstag erwartet.

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