Sadio Mané wird in der kommenden Saison für den FC Bayern auf Torejagd gehen. Bild: Screenshot youtube.com/fc bayern
Nach sechs Jahren beim FC Liverpool ist der Transfer von Sadio Mané seit Mittwochnachmittag offiziell. Abschied genommen hat der senegalesische Nationalstürmer auch von seinem Trainer Jürgen Klopp, unter dem er zu einem der besten Stürmer der Welt wurde.
In einem Statement auf der Website des englischen Clubs machte Klopp zudem deutlich, wie schwer der Abschied für den Club und für ihn persönlich war.
“Einer der besten Liverpool-Spieler aller Zeiten verlässt uns und wir müssen anerkennen, wie wichtig er ist.” Und er blickte auf gemeinsame Erfolge zurück, darunter die englische Meisterschaft und der Champions-League-Sieg. „Aber wir müssen uns nicht damit auseinandersetzen, was wir jetzt verlieren, wir müssen feiern, was wir durften.“
🎙️ Sadio #Mane an @J__Nagelsmann: „Es war sehr wichtig, ihn und das Projekt kennenzulernen. Als sie mir seine Ideen erzählten, war ich fasziniert. Ich musste nicht lange überlegen, ich sagte fast sofort zu. Das ist die richtige Ausrüstung für mich.“ pic.twitter.com/uass66xegL
– FC Bayern München (@FCBayern) 22. Juni 2022
Konkrete Ratschläge und Hinweise zu seiner Zeit in München und der Bundesliga erhielt Mané von seinem ehemaligen Trainer allerdings nicht. „Ich weiß nicht, ob er mir gerne Ratschläge gegeben hätte“, sagte er mit einem großen Lachen bei seiner ersten Pressekonferenz beim FC Bayern München.
Auch die Bundesliga verfolgt er seit seinem Wechsel zu Red Bull Salzburg im Jahr 2012. „Ich habe genug Ideen, was mich in der Liga erwartet.“
Gleichzeitig lobte Mané den deutschen Trainer. „Er ist ein großartiger Trainer und wir hatten eine großartige Beziehung. Er hat meine Situation verstanden.“
Kahn erwartet, dass Mané Signale an die Bayern-Stars sendet
Bayern-Trainer Oliver Kahn erhofft sich von dem Wechsel nicht nur ein Zeichen für die internationale Konkurrenz, sondern auch für seine eigenen Bayern-Stars:
„Nur mit seiner Präsenz kann er das Niveau der Mannschaft steigern. Und natürlich schauen die Spieler genau hin, ob sie hier eine Chance haben, das Beste aus dem Vereinsfußball herauszuholen: die Champions League zu gewinnen.“
An der Situation um Robert Lewandowski hat sich laut Kahn durch Manés Wechsel aber nichts geändert. “Robert hat Vertrag bis 2023 und freut sich, wenn er am ersten Trainingstag auftaucht.”
Die Bayern-Trainer stellten jedoch auch fest, dass das Transferfenster noch eine Weile offen ist. „Natürlich werden wir die Augen offen halten und schauen, was möglich ist und was unsere finanziellen Möglichkeiten zulassen. Wir haben Ideen“, sagte Sportdirektor Salihamidžić.
Allerdings gab es kein klares Bekenntnis der Bayern-Trainer zu Lewandowski und Serge Gnabry, deren Vertrag im kommenden Sommer ausläuft. Auf die Frage, ob Mané die Nr. 9 von Lewandowski oder die Nr. 7 von Gnabry tragen würde, sagte Kahn lediglich: „Sadio hat gesagt, dass es ihm nicht so wichtig sei. Du wirst sehen, wenn er wieder anfängt.“
(lgr)
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