Gepostet am 27. Mai 2022, 4:45 Uhr
Vier Angehörige der Berliner Polizei wurden nach Zug eingeladen. Auch ein Zuger Polizist reiste an die Spree. Dieser Austausch ist dank eines Abkommens zwischen der Schweiz und Deutschland möglich.
1 / 3A Zuger Polizist (Mitte) war eine Woche lang mit seinen Kollegen in der deutschen Hauptstadt im Einsatz.
Instagram / Zuger Polizei Ein Mitglied der Zuger Polizei beim Austausch in Berlin.
Instagram / Zuger Polizei Ein Berliner Polizist und ein Polizist begleiteten seine Zuger Polizisten eine Woche lang bei ihren Einsätzen.
Instagram / Zuger PolizeiAngehörige der Berliner Polizei beim Austausch an der Ecke Zug.
Instagram / Zuger Polizei Diese schöne Aussicht auf den Zugersee wird die Berliner Polizistin bestimmt ihr Leben lang nicht vergessen.
Instagram / Polizei ZugEin Mitarbeiter der Berliner Polizei beim Austausch in Zug.
Instagram / Zuger Polizei
Der eine oder andere Zuger muss sich die Augen gerieben haben: Eine Woche lang waren zwei Polizisten und zwei Polizisten in Berliner Polizeiuniform aus dem Zuger Eckhaus samt ihren Dienstwaffen, die sie jeweils bei sich trugen . Anlass für diesen Besuch war ein Austausch zwischen den beiden Polizeikräften. Erfahrungen mit der Arbeitsweise anderer Stellen sollten gesammelt werden. Frank Kleiner, Sprecher der Polizei Zug, sagte: „Für unsere Berliner Kollegen war es wertvoll, einen Einblick in unseren Polizeialltag außerhalb Deutschlands zu bekommen. Sie haben positive Erfahrungen gemacht und diese mit nach Berlin genommen.“
Berlin liegt bei den Straftaten an der Spitze
Natürlich mochten die Berliner „das schöne Fleckchen Erde“, wo Zug liegt. „Die Kollegen waren beeindruckt, wie wir auf die Bevölkerung zugehen und was die Bevölkerung uns dafür zurückgibt“, so Kleiner weiter. Er räumt auch ein, dass die Dimensionen zwischen Zug und Berlin nicht vergleichbar gross seien. Fakt ist, dass im Jahr 2021 in Berlin mehr als 13.000 Straftaten pro 100.000 Einwohner registriert wurden. Obwohl diese Zahl im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist, liegt Berlin laut Statista im Vergleich zu anderen deutschen Städten an der Spitze.
Clan-Familien halten die Berliner Polizei in Alarmbereitschaft
Bekannt ist aber auch, dass die Berliner Polizei im großen Stil gegen die Familien von Einwandererclans kämpfen muss, die das Land buchstäblich unterwandern. Zum Beispiel die Großfamilie um den Palästinenser Arafat Abou-Chaker. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft werden die Aktivitäten von ihm und seiner Großfamilie als “organisiertes Verbrechen” eingestuft. Schlagzeilen machte auch Arafat Abou-Chaker wegen seiner Fehde und angeblichen Entführungspläne gegen Rapper Bushido.
Abkommen zwischen der Schweiz und Deutschland
Ein Zuger Polizist erlebte die alltägliche Bedeutung der Polizeiarbeit in Berlin. Eine Woche verbrachte er in Zugeruniform, mit Dienstwaffe, mit seinen Kameraden in der 3,7-Millionen-Einwohner-Hauptstadt. Dieser Austausch von Polizeibeamten ist möglich, weil er in einem Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Bundesrepublik Deutschland über die grenzüberschreitende polizeiliche und justizielle Zusammenarbeit geregelt ist. Gemäß diesem Vertrag dürfen ausländische Korpsangehörige Dienstwaffen und Munition mit ihren Gastgebern befördern.
Berliner Polizisten begleiteten die Zuger Kameraden
Zu Beginn ihres Austauschbesuchs erhielten die ausländischen Korpsangehörigen eine umfassende Einführung in die Tätigkeit der Zuger Polizei. Sie waren auch nie allein, sondern wurden immer von erfahrenen Zuger Polizisten begleitet. Ausländischen Korpsangehörigen steht keine hoheitliche Polizeigewalt zu. Das bedeutet, dass sie die Arbeit der Zuger Polizei nicht verrichten dürfen. Kleiner: „Die Berliner Polizei hat nur die Rechte und Pflichten, die alle anderen Personen haben. Dies gilt insbesondere für die Notwehr, den Notstand und das Recht auf vorläufige Inhaftierung von Personen.“ Letzteres ist für Einzelpersonen bis zum Eintreffen der Polizei möglich.