Die Impfpflicht gegen die Krone in Österreich wird aufgehoben

Ausland Umstrittene Maßnahme

Die Impfpflicht gegen die Krone in Österreich wird aufgehoben

Stand: 14:59 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Österreich hebt Impfpflicht gegen Krone auf

Österreich schafft die ohnehin ausgesetzte Impfpflicht gegen das Corona-Virus ab. Die Impfpflicht für alle Bürgerinnen und Bürger über 18 Jahren trat in Österreich erst im Februar in Kraft und wurde nur einen Monat später ausgesetzt.

Hier können Sie sich unsere WELT-Podcasts anhören

Zur Anzeige eingebetteter Inhalte ist für die Übermittlung und Verarbeitung personenbezogener Daten Ihre widerrufliche Einwilligung erforderlich, da Anbieter von eingebetteten Inhalten als externe Anbieter eine solche Einwilligung benötigen. [In diesem Zusammenhang können auch Nutzungsprofile (u.a. auf Basis von Cookie-IDs) gebildet und angereichert werden, auch außerhalb des EWR]. Indem Sie den Schalter auf „on“ stellen, akzeptieren Sie dies (jederzeit widerruflich). Dies umfasst auch Ihre Zustimmung zur Übermittlung bestimmter personenbezogener Daten an Drittländer, einschließlich der Vereinigten Staaten, gemäß Artikel 49 (1) (a) der RGPD. Sie können mehr darüber erfahren. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit über den Schalter und Datenschutz unten auf der Seite widerrufen.

Erst war Österreich Vorreiter in Europa, dann begann das Land zu zögern, die Impfpflicht gegen die Krone durchzusetzen. Laut Gesundheitsminister Rauch hat die Debatte um die Verpflichtung tiefe Brüche aufgerissen. Deshalb sollte sich jeder Bürger freiwillig wieder für eine Impfung entscheiden.

Die Impfpflicht gegen die Krone in Österreich wird abgeschafft. Das kündigte Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) am Donnerstag in Wien an. Am Ende wurde das Gesetz ausgesetzt. „Eine Impfpflicht zwingt niemanden zum Impfen“, sagte Rauch.

Die Impfpflicht wurde Ende 2021 bekannt gegeben und ab Februar angewendet. Sie hatte die Unterstützung aller Fraktionen außer der rechten FPÖ. Österreich war Vorreiter in der EU. Andere Länder hatten nur altersspezifische Regelungen. Ursprünglich war in Österreich geplant, ab dem 15. März jedem, der sich weigert, mit einem Bußgeld von bis zu 3.600 Euro zu drohen.

Doch bereits Anfang März gab es Hinweise auf eine Abkehr von der Impfpflicht. Die konservative ÖVP-Regierung und die Grünen sagten damals, die Vorgabe sei nicht angemessen für die vorherrschende Omicron-Variante.

auch lesen

Die Debatte um die Impfpflicht habe tiefe Gräben zwischen Familien, Vereinen und Unternehmen aufgerissen, sagte Rauch. Die Gesellschaft braucht Solidarität, gerade in Zeiten großer Sorge, Masseninflation und Krieg in der Ukraine. Angesichts neuer Corona-Wellen muss die Bevölkerung von der Sinnhaftigkeit der Auffrischimpfung überzeugt werden. „Das können wir nur, wenn der Wille auf Freiwilligkeit beruht“, sagte Rauch.

Trotz drohender Impfpflicht sei das Interesse an einer Spritze seit Jahresbeginn deutlich zurückgegangen. Seit März herrscht in den Impfstationen eine besonders ausgeprägte Ruhe. Am Mittwoch erhielten nur 140 Menschen erstmals eine Spritze. 3.500 erhielten einen zweiten Schuss oder einen Boost. 62,4 % der Österreicherinnen und Österreicher haben gültige Impfungen.

auch lesen

Auch in Deutschland steigt die Zahl der Kronenneuinfektionen derzeit deutlich an. Die Inzidenz von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner liegt in Österreich derzeit bei rund 550. Die Zahl der Patienten auf normalen Krankenhausstationen ist zuletzt wieder gestiegen.

Die Situation auf den Intensivstationen ist bisher unverändert. Die Bettenauslastung bei Patienten mit Covid-19 ist so niedrig wie im Sommer 2021.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *