U19-EM
Überwältigt flüchtete die österreichische U19-Auswahl am Mittwoch aus dem Stadion Ziar nad Hronom. Der Traum vom EM-Halbfinale brach nach dem 2:4 gegen Israel aus. Die Teilnahme der ÖFB-Jugend an der U-20-WM 2023 in Indonesien wird weiterhin erwartet. Damit die Ticket-Chance am Leben bleibt, brauchen die Österreicher am Samstag (20 Uhr, live im ORF) einen Sieg gegen Serbien im Gruppenfinale in Banska Bystrica Sport +).
23.06.2022 20.11
Online ab heute, 11.20 Uhr
Die Belohnung wäre das Spiel um Platz drei am folgenden Mittwoch in Senec. Der Rivale, seine Gäste Slowakei oder Rumänien, werden am Freitag ermittelt. Die ÖFB-Auswahl von Martin Scherb nutzte den Donnerstag als Analysetag. „Jetzt müssen wir Charakter zeigen und aufstehen“, forderte Kapitän Ervin Omic. “Als Team werden wir intern viel besprechen.” Das Halbfinale zu verlieren tat weh. „Wir müssen das verdauen. Aber wir geben nicht auf, wir wollen unbedingt das WM-Ticket. Für diesen Traum werden wir alles tun.“
Viermal war Österreich bei U20-Weltmeisterschaften vertreten: 1983 in Mexiko, 2007 in Kanada als sensationeller Vierter, 2011 in Kolumbien und 2015 in Neuseeland. Bei den beiden jüngsten Turnieren in Südkorea 2017 und Polen 2019 fehlte Österreich. Scherb führte die ÖFB-Junioren in die erste U19-Europameisterschaft seit 2016. In der Slowakei sind nur acht Mannschaften vertreten. Der ehemalige Trainer von St. Pölten und de l’Altach wollten nicht misshandelt werden.
bittere Niederlage
Für die österreichische U19-Auswahl ist nach der Niederlage gegen Israel der Traum vom Erreichen des EM-Halbfinals geplatzt
„Er hat in zu vielen Szenen geschlafen“
„Die Öffentlichkeit interessiert sich erst seit der EM für die Mannschaft. Aber wir hatten auch andere schlechte Spiele“, sagte Scherb nach der Niederlage gegen Israel im ORF. Der 52-Jährige beklagte, dass bei einer EM doch zu spät die nötige Intensität auf den Platz gebracht worden sei. Nach der Analyse vom Donnerstag , für Serbien laufen die Vorbereitungen Scherb: „Ich kann versprechen, dass wir ab der 65. Minute von Beginn an so spielen werden wie hier.“ Überzeugung.
Das hatte schon lange nicht mehr gegen die Israelis gewirkt. „Wir sind in zu vielen Szenen eingeschlafen. Ich habe keine Erklärung, warum das passiert ist, aber leider ist es uns passiert“, sagte Omic, der nach dreieinhalb Jahren bei Juventus Turin beim WAC spielen wird. Ein Treffer seines neuen Vereinskollegen Adis Jasic (24.) und ein Traum-Freistoß von Rapid-Hoffnung Yusuf Demir (76.) reichten nicht. Israel war grausamer, kurz nach dem Seitenwechsel stand es bereits 1:4. Omic: „Der Doppelschlag nach der Pause war mental nicht so einfach zu halten.“