Das Ausgehverbot nach Bregenz und Wolfurt ist unter Kontrolle

Laut Verwaltungsexperte Peter Bußjäger darf die Polizei aufgrund des Fahrverbots Autofahrer fragen, wohin sie fahren. Der Fahrer muss bei einer Kontrolle gegenüber der Polizei glaubhaft darlegen können, dass Bregenz das Ziel der Fahrt ist, andernfalls können auch Bußgelder verhängt werden. Das maximale Bußgeld beträgt hier 726 Euro. Das Landratsamt geht jedoch davon aus, dass die Verwaltungsstrafe zwischen 50 und 100 Euro liegen wird.

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Ausländische Zulassungen „werden eher geprüft“

Sobald es auf der Autobahn zu einem Stau kommt, wird laut Polizei ein Polizeiauto direkt an den Ausfahrten Wolfurt und Bregenz abgestellt. Ziel ist es, präventiv zu agieren, damit Passanten erst gar nicht auf die Idee kommen, wegzugehen. Auch im Stadtgebiet werde pragmatisch geprüft, sagt Peter Rüscher vom Landesverkehrsamt. So werden zum Beispiel Autos mit Hamburger Kennzeichen eher kontrolliert als solche mit Bregenzer Kennzeichen.

Grundsätzlich kann die Polizei aufgrund der Reisefreiheit bei einer Kontrolle nicht nach dem Zielort fragen. Polizisten fragen bei Kontrollen oft nach dem Weg, das dürfe aber nicht beantwortet werden, sagt der Busjäger.

Angela Lamprechts Marmelade für Bregenz

Fahrverbot in Bregenz

„Um massenhaften Ausweichverkehr zu verhindern, ist Fahrzeugen, die die Autobahn Rheintal/Walgau A14 in Wolfurt oder Bregenz verlassen, die Durchfahrt durch die Landeshauptstadt untersagt“, teilte das Land schriftlich mit: „Nur der Zielverkehr ist nicht betroffen“.

Die entsprechenden Verordnungen der Stadt Bregenz und des Bezirksamtes Bregenz liegen nun je nach Bundesland vor. Am Mittwoch wurden die notwendigen Hinweise und Zusatzschilder für das von der BH Bregenz angeordnete Durchfahrtsverbot angebracht. Beide Regelungen sind auf die Dauer deutscher Grenzkontrollen im Zusammenhang mit dem G7-Treffen in Bayern begrenzt.

Lkw sollten nach dem Tunnel zweispurig fahren

Zudem wird der Lkw-Verkehr nach dem Pfändertunnel zweispurig aufgeteilt. Bisher fuhr der starke Verkehr hauptsächlich auf der rechten Spur. Laut Bundespolizei und ASFINAG ist der linke Fahrstreifen fast bis zur Kontrollstelle frei.

Bregenz: Einzelne Straßen sind für den Verkehr gesperrt

Neben dem von der BH Bregenz erlassenen Durchfahrtsverbot für Alternativverkehr von den Ausfahrten der A14 nach Wolfurt und Bregenz verbietet die gleiche Stadt die Durchfahrt einzelner Gemeindestraßen:

  • Gallusstraße
  • Schwerzenbachstr
  • Kaspar-Joch-Straße
  • Riedergasse
  • Ölregenpfad.

Der Nahverkehr ist von diesem Verbot ausgenommen. Die Einhaltung der Verbote wird von der Bundes- und der Kommunalpolizei überwacht. Die Maßnahmen traten am Mittwoch in Kraft und sind zunächst bis Sonntag, 3. Juli 2022, befristet.

„Der Verkehr in Bregenz wird durch massive Staus lahmgelegt. Blaulichtorganisationen sind genauso durchfahrtsunfähig wie der ÖPNV oder die lokale Bevölkerung. Es war also an der Zeit, etwas zu tun, und ich bin froh, dass ich einen Katalog verabschieden konnte Maßnahmen mit dem Land Vorarlberg“, erklärt Bürgermeister Michael Ritsch (SPÖ).

Beschilderung auf der A14

Auf der A14 informiert die ASFINAG alle Verkehrsteilnehmer über das Fahrverbot für Bregenz, das Fahrzeuge betrifft, die die A14 Rheintalautobahn in Wolfurt oder Bregenz verlassen (ausgenommen Zielverkehr). Polizei und Sicherheitskräfte werden die Einhaltung der Vorschriften überwachen.

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