Die Kronenimpfung hat 20 Millionen Menschen das Leben gerettet

24.06.2022 05:00 (24.06.2022 05:00)

Kronenimpfung verhinderte fast 20 Millionen Todesfälle in einem Jahr © APA/dpa-Zentralbild/Bodo Schackow

Im ersten Jahr der Kronenimpfung reduzierten Impfstoffe die Zahl der Todesfälle durch SARS-CoV-2-Infektionen weltweit um etwa 20 Millionen. Das ist das Ergebnis eines Rechenmodells britischer Experten, das jetzt in „The Lancet Infectious Diseases“ veröffentlicht wurde.

Wissenschaftler des Imperial College London analysierten den Zeitraum zwischen dem 8. Dezember 2020 – dem ersten Tag der Verfügbarkeit eines Kronen-Impfstoffs – und dem 8. Dezember 2021.

Weltweit wird nur ein Teil der Kronentoten erfasst

Dabei handelt es sich um eine Modellrechnung, die von offiziell gemeldeten Todesfällen infolge der Corona-Pandemie abweicht. Bis heute wurden mehr als 540 Millionen Infektionen und 6,3 Millionen Todesfälle gemeldet. Allerdings dürfte dies nur einen Teil der tatsächlich aufgetretenen Erkrankungen und Todesfälle weltweit widerspiegeln, denn in vielen Ländern der Welt ist das Gesundheitssystem so schwach, dass es kein nennenswertes epidemiologisches Meldesystem gibt.

Kronenimpfung verhindert 19,8 Millionen Todesfälle

Hier die Berechnungen von Oliver Watson und seinen Co-Autoren: Im ersten Jahr der Verfügbarkeit von Impfstoffen gegen Covid-19 verhinderte die Impfung gegen die Krone 19,8 Millionen von insgesamt 31,4 Millionen Todesfällen durch die Pandemie. In reichen Staaten und Ländern mit einem durchschnittlichen Bruttosozialprodukt wurden allein mit der Covid-19-Impfung 12,2 Millionen Menschen gerettet. Fast 600.000 weitere Todesfälle hätten vermieden werden können, wenn das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), bis Ende 2021 mindestens 40 % der Weltbevölkerung durch Impfungen zu schützen, erreicht worden wäre.

Die Studie basiert auf Daten aus 185 Ländern weltweit. Die potenzielle Zahl der Todesfälle sowie die Schutzwirkung wurden sowohl anhand der offiziell gemeldeten Zahlen einzelner Länder zur Pandemie als auch anhand der Abschätzung der Übersterblichkeit in Ländern ohne entsprechendes Informationssystem berechnet. Laut offizieller Statistik gab es zwischen dem 8. Dezember 2020 und dem 8. Dezember 2021 etwa 3,65 Millionen Todesfälle durch Covid-19. Dies dürfte in jedem Fall nur ein Teil der tatsächlichen Zahlen sein.

Wissenschaftler haben die Schutzwirkung auch aus offiziellen Covid-19-Statistiken errechnet. Demnach hätte es im betrachteten Jahresintervall ohne Impfungen weltweit 18,1 Todesfälle gegeben. Davon wurden 14,4 Millionen Todesfälle durch die Verfügbarkeit von Impfstoffen verhindert, was einem Rückgang von 79 Prozent entspricht. „Diese Zahlen berücksichtigen jedoch nicht die schlechte Zahl der Todesfälle durch Covid-19, wie es in vielen Ländern mit niedrigem Bruttosozialprodukt der Fall ist“, schrieb Lancet.

Das Kronen-Impfprogramm für die ärmsten Länder rettet mehr als 7 Millionen Leben

„Von den rund 20 Millionen Todesfällen, die im ersten Jahr durch Impfung hätten verhindert werden können, waren rund 7,5 Millionen auf die Impfung im Rahmen des internationalen COVAX-Programms (für die ärmsten Länder; Anm. d. Red.) zurückzuführen“, berichtet Watson. Wenn die WHO-Ziele erreicht worden wären, hätten mindestens 20 Prozent der Todesfälle in diesen Ländern vermieden werden können. Derzeit haben etwa 66 Prozent der Weltbevölkerung mindestens eine Dosis des Covid-19-Impfstoffs erhalten. Trotz der Rekordentwicklung von Impfstoffen und der Produktion von mehr als 13 Milliarden Impfstoffdosen hinkt die Welt den globalen Impfzielen der WHO hinterher.

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