Deutschlands größtes Atomkraftwerk Isar 2 (90 km nordöstlich von München) könnte nach BILD-Informationen länger laufen!
Vorhandene Brennstäbe reichen für weitere 2,25 Milliarden Kilowattstunden klimafreundlichen Strom bis zum Frühjahr 2023! Genug, um 1,73 Millionen Menschen ein Jahr lang mit Strom zu versorgen.
Mit 12,07 Milliarden Kilowattstunden Stromerzeugung im vergangenen Jahr war Isar 2 Deutschlands größtes Kernkraftwerk und belegt nach eigenen Angaben weltweit den dritten Platz.
► Problem: Klimaminister Robert Habeck (52, Grüne) scheint das nicht zu wollen. Nach Informationen von BILD lehnte sein Ministerium das Angebot des Betreibers ab, den restlichen Strom zu produzieren.
Die Isar 2 könnte mit neuen Brennstäben noch länger laufen und klimafreundlichen Strom produzieren; sie sollten nur auf dem Weltmarkt erworben werden. Die Anlage sei technisch und sicherheitstechnisch auf dem neuesten Stand.
Eine BILD-Sprecherin sagte: „Sobald die Regierung uns sagt, dass Isar 2 gebraucht wird, werden wir alles versuchen, um einen sicheren Dauerbetrieb zu ermöglichen.“ Dieses Signal wurde noch nicht empfangen.
FDP-Politiker Michael Kruse Bild: Georg Wendt / dpa
FDP-Energieexperte Michael Kruse (38) fordert einen Atomgipfel mit Betreibern, Versorgern und Politikern, „um die Rahmenbedingungen für den Weiterbetrieb der Atomenergie zu diskutieren“, sagte er gegenüber BILD.
Und weiter: „Wenn die Betreiber sagen, dass es möglich ist, müssen wir das Thema noch einmal diskutieren, insbesondere wenn es eindeutig falsch ist, dass deutsche Kraftwerke wegen fehlender Brennelemente nicht weiterfahren können.“ In der aktuellen Situation „dürfe keine Option ausgeschlossen werden.“ . Im Gegenteil, wir müssen nach Lösungen und Alternativen suchen. Und Atomkraft kann das sein.“
Auch im TÜV-Gutachten heißt es: Isar 2 kann weiterfahren
Auch der TÜV Süd kam zu dem Schluss, dass ein Weiterbetrieb möglich sei. Dies geht aus einem Bericht der DPA hervor.
Laut einem vom bayerischen Umweltministerium in Auftrag gegebenen TÜV-Gutachten ist eine Wiederinbetriebnahme von Block C in Gundremmingen „technisch möglich“.