Nach Angaben aus Kiew hat Russland während des Ukrainekrieges Raketen auf verschiedene Regionen der Ukraine, darunter auch auf das benachbarte Weißrussland, abgefeuert. Die Nachrichtenagentur Unian berichtete heute, dass Einschläge in den Gebieten Chmelnyzkyj, Lemberg, Mykolajiw, Schytomyr und Tschernihiw registriert wurden.
Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs hat Russland von Weißrussland aus Raketen auf Schytomyr und Tschernihiw abgefeuert. Die ehemalige Sowjetrepublik unter Machthaber Alexander Lukaschenko wird in dem mehr als viermonatigen Krieg als neutral bezeichnet.
Militärstützpunkt in der Nähe von Lemberg als Ziel
Auch die Region Dnipropetrowsk sei mit Artillerie bombardiert worden, heißt es. Nach Angaben von Bürgermeister Serhiy Sukhomlin fielen 24 Raketen nur in der Gegend um Schytomyr, einer großen Stadt westlich von Kiew. Dabei wurde ein Soldat getötet.
In der Region Lemberg war der Militärkomplex Yavoriv erneut Ziel von Angriffen. Laut ukrainischen Quellen wurden im Schwarzen Meer sechs Marschflugkörper von Schiffen abgeschossen. Vier Personen wurden verletzt.
Nach Angaben des ukrainischen Luftverteidigungssystems konnte es zwei Raketen im Gebiet Chmelnyzkyj abschießen. Die Trümmer dürften keine Schäden verursacht haben. Andererseits meldete die Region Mykolajiwka in der Südukraine einen starken Angriff. „Das Ausmaß des Schadens und die mögliche Zahl der Opfer werden noch geprüft“, sagte eine Verwaltungssprecherin. „Aber wir wissen, dass Hafeninfrastruktur, Wohnviertel und Erholungsgebiete von Zivilisten angegriffen wurden.“