Megan Rapinoe kann bei der Pressekonferenz die Tränen nicht zurückhalten.
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Mehrere amerikanische Sportlerinnen setzen sich seit Jahren für Frauenrechte ein. Die Abtreibungsentscheidung des Obersten Gerichtshofs beleidigt sie nun alle.
Eigentlich wollten US-Fußballer vor dem Wochenende nur über Fußball sprechen. Vor dem Testspiel gegen Kolumbien beschäftigte sie jedoch auch ein besonderes Thema: die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, sie zu berauben. 1973 erlaubte der Oberste Gerichtshof in den Vereinigten Staaten Abtreibungen, bevor ein Fötus lebensfähig war, dh bis zu etwa 24 Schwangerschaftswochen. Die Gesetze der einzelnen Staaten werden nun wieder angewandt.
Für Captain Megan Rapinoe ist diese Entscheidung wie ein Schlag ins Gesicht. „Es ist ein trauriger Tag für mich persönlich, für meine Teamkollegen und für alle Betroffenen“, sagte er. Und er erklärte: „Ehrlich gesagt, das mehrheitlich männliche Gericht, das Entscheidungen über meinen Körper oder den einer anderen Frau trifft, ist völlig falsch und hat nichts mit den Bedürfnissen des Landes zu tun.“
Umfangreiche Unterstützung aus der ganzen Welt des Sports
Während ihrer Rede kann Rapinoe die Tränen nicht mehr zurückhalten, so enttäuscht und irritiert ist sie nach der Entscheidung. “Ich kann nicht genug betonen, wie traurig und grausam diese Entscheidung ist.” Rapinoe gehörte zu den 500 aktuellen und ehemaligen Athleten, die letztes Jahr einen Brief zur Unterstützung des Rechts auf Abtreibung für den Fall des Obersten Gerichtshofs unterzeichneten.
In den sozialen Medien hat Rapinoe breite Unterstützung aus der gesamten amerikanischen Sportwelt erhalten. So gab beispielsweise die WNBA (Women’s Basketball League) folgende Erklärung ab, um auf die Gefahren hinzuweisen: “Dieses Urteil wird die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Ungleichheiten verstärken und kann zu einer höheren Müttersterblichkeit führen.” Tennisspielerin Coco Gauff schreibt in den sozialen Medien, sie sei unglaublich enttäuscht.
Amerikanische Athleten erhalten auch die Unterstützung von Männern. Auch Basketball-Star Lebron James machte seinem Ärger Luft und ärgerte ihn, dass es wieder einmal um „Macht und Kontrolle“ gehe. NBA-League-Präsident Adam Silver schreibt: „Wir glauben, dass Frauen in der Lage sein sollten, Entscheidungen über ihre Gesundheit und ihre Zukunft zu treffen.“