In Deutschland wird über eine Laufzeitverlängerung der verbleibenden Kernkraftwerke diskutiert. Nun meldet sich CDU-Chef Friedrich Merz zu Wort.
Angesichts der Energieknappheit hat sich CDU-Chef Friedrich Merz für eine längere Laufzeit der drei noch in Betrieb befindlichen Atomkraftwerke in Deutschland ausgesprochen. In Frankreich seien 56 Kraftwerke in Betrieb, in Deutschland sei von einer Kontinuität des Betriebs von drei Atomkraftwerken die Rede, kritisierte Merz am Samstag auf einem Landesparteitag der CDU in Hamburg. „Nicht jeder, der auf der Welt geblieben ist, ist dumm“, fügte der CDU-Politiker hinzu.
In einem Interview mit dem Deutschlandfunk sprach er sich zudem für eine längere Nutzung der Atomkraft aus. „Ich sage, wir sollten keine Option aufgeben, weil wir nicht einmal wissen, mit welchen Einschränkungen der Gasversorgung wir in den kommenden Wochen und Monaten konfrontiert sein werden“, sagte der Parteivorsitzende. Zehn Millionen Haushalte könnten zuverlässig mit Atomstrom versorgt werden.
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Einfügung
Er halte es für sinnvoll, Brennstäbe zu fordern und die verbleibenden Kernkraftwerke „noch länger in Betrieb nehmen zu können“, so Merz weiter. “Ob man es wirklich braucht und tut, steht auf einem anderen Blatt.”
“Es ist nicht die Zeit der Ideologen”
Auf dem Parteitag sagte Merz weiter, Wind- und Sonnenenergie sollten weiter ausgebaut, aber gleichzeitig die Atomenergie nicht vernachlässigt werden. Im Kampf gegen den Klimawandel will Merz auf Innovationen statt auf Verbote setzen. „Dies ist nicht die Zeit für Ideologen, dies ist die Zeit für Ingenieure“, sagte Merz. „Wir werden nicht umhin kommen, Energieträger wiederzuverwenden, die wir eigentlich nicht mehr nutzen wollten“, sagte Merz mit Blick auf Stein- und Braunkohle.