Gepostet am 26. Juni 2022, 12:21 Uhr
Für das Eidgenössische Schwingfest gingen nur wenige Tickets in den Verkauf. Der Ringerverband verteilt die Mehrheit der Sitze an seine Mitglieder. Die Kämpfer gehen leer aus.
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2019 erwarb Christian Stucki das Eidgenössische Diplom in Zug. Ende August erklimmt er das Prattelner Sägemehl. Aber es wird fast keine Kämpfer im Publikum geben.
frischen Fokus
Warum: Der Bundesfrauenschaukelverband wurde bei der Kartenvergabe nicht berücksichtigt.
EFSV
Die 31.000 Mitgliedskarten sind dem Bundesschwinger-Bund vorbehalten, dessen Mitglieder vom Vorkaufsrecht profitieren können.
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Für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest, das Ende August in Pratteln stattfindet, gingen nur 4500 Tickets in den Verkauf. Und sie gingen in einer Stunde. Das ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die Arena über 40.000 Menschen hat. Die Erklärung: Ein Großteil der Einträge verteilt sich unter dem Tisch. 31.000 Eintrittskarten sind für Mitglieder des Bundesschwingerbundes reserviert. Die Kämpfer gehen laut «Regionaljournal» des SRF leer aus.
Mitglieder des Bundesfrauenschaukelverbandes (EFSV) haben kein einheitliches Vorzugsrecht für ESAF. Dadurch werden viele Mädchen und Frauen, die aktiv im Turnen oder in der Alpwirtschaft tätig sind, faktisch vom wichtigsten Event ihres Sports ausgeschlossen. «Das ist bitter», sagt Natalie Siffert, Sprecherin des Bundesverbandes Swingerinnen bei SRF. Das zeigt für Siffert auch, dass Ringen in der Wahrnehmung vieler kein Frauensport ist. Und das, obwohl es den EFSV bereits seit 1992 gibt.
Die ESAF-Organisatoren lehnen jede Verantwortung ab. Die Verteilung der Eintrittskarten ist Sache der Verbände. Und der Verband der Schweizer Kämpfer, also jener der Männer, sagte gegenüber SRF, er sei neutral, auch in Gender-Fragen. Auch eine vereinsübergreifende Zusammenarbeit wurde mehrfach gesucht, scheiterte aber immer am Frauenverein.
Mindestens zwei Kämpfer werden in der Prattelner ESAF-Arena einen guten Platz haben. Als Botschafterinnen der Baselbieter Kantonalbank, dem Hauptsponsor des Festivals, werden die Queen of Four Fighters Sonia Kälin und die junge Fighterin Aurélie Gisler ihren Sitz sicher haben.
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