Weltcup in Budapest Die deutsche Freiwasserstaffel schwimmt zu Gold

Stand: 26.06.2022 14:47

Die deutsche 4×1,5km-Staffel gewann die Goldmedaille in einem manchmal chaotischen Open-Water-Rennen bei den Budapest World Swimming Championships.

Das Quartett Lea Boy, Oliver Klemet, Leonie Beck und Florian Wellbrock kam nach 1:04:40,5 Stunden am Lupa Lake an. Die ungarischen Gastgeber gewannen Silber und schlugen am Ende des Fotos Italien.

Dritte Medaille für Wellbrock: „Damit habe ich im Vorfeld nicht gerechnet“

„Wir sind sehr, sehr zufrieden damit“, sagte Wellbrock. „Wir wussten, dass wir sehr gut aufgestellt sind. Aber trotzdem: Mit einer Medaille, einer Goldmedaille, konnte man im Vorfeld nicht rechnen. Dafür sind Ungarn, Frankreich und Italien zu stark.“ Der 24-Jährige fügte hinzu: „Wir haben einen tollen Job gemacht und freuen uns schon jetzt auf die Preisverleihung.“

Wellbrock gewann seine dritte Medaille bei Weltmeisterschaften und seine zweite in 18 Stunden. Zuvor hatte er bei den Pool-Wettkämpfen, die am Samstag endeten, Silber über 800 m Freistil und Bronze über 1500 m Freistil gewonnen.

Falscher Kurs im Gange – mehrere disqualifizierte Teams

Der Junge ging als Titelschwimmer ins Rennen. Der 22-Jährige übergab Klemet auf Platz sechs, rund zwei Minuten hinter dem Führenden. Klemet schwamm hart und profitierte dann von den Fehlern der Konkurrenz. Teams aus Griechenland, Südkorea, Südafrika und Spanien, die damals voraus schwammen, wurden kurz nach dem ersten Wechsel disqualifiziert. Offenbar hatten sie den falschen Weg eingeschlagen.

Wellbrock sichert sich Gold als ultimativer Schwimmer

Klemet trat vor. Beck hatte es schwer und musste sich gegen drei starke Schwimmer aus Ungarn, Italien und Frankreich wehren. Als Wellbrock als Schlussschwimmer übernahm, war er Vierter, hatte aber Kontakt zum ersten Trio und schwamm mit seiner gesamten Klasse zum WM-Titel.

  • Ergebnisse Freiwasser 6 km Stafel Pfeil rechts

Bei den vergangenen Weltmeisterschaften in Südkorea gewann das deutsche Team mit Boy, Sarah Köhler (jetzt Wellbrock), Sören Meißner und Rob Muffels ebenfalls Gold.

Medaille wartet auch im Tauchgang

Zum Auftakt der Sprungwettkämpfe erreichte das neue Duo Lars Rüdiger/Timo Barthel das Finale im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett. Sowohl Rüdier/Barthel erzielten in den Vorrunden 383,07 Punkte und belegten damit als Fünfte das Finale am Sonntagnachmittag. China gewann die Vorrunden vor Großbritannien, Frankreich und Kolumbien. Bis zum Ende der vergangenen Saison sprang Rüdiger mit Patrick Hausding. Der Rekord-Europameister, der drei olympische Medaillen gewann, beendete Anfang Mai seine Karriere.

Vom Turm aus erreichte das Berliner Duo Pauline Pfeif und Christina Wassen das Halbfinale. Pfeif sprang in der Vorrunde in der Dünenarena mit 282 Punkten auf den zwölften Platz. Wassen erzielte 272,05 Punkte, was für den 16. Platz reichte. Die 18 besten Springer kamen am Sonntagabend in die nächste Runde.

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