Wird die Volkspartei im Heiligen Land gezählt? Nicht nur im Bund, sondern auch in den Bundesländern drohen den Türken schwere Verluste.
Die ÖVP kommt aus der Abwärtsspirale nicht heraus. Wie die große „Heute“-Umfrage zeigt, droht der Kanzlerpartei bundesweit mögliche Neuwahlen. Aktuell dürfte die Truppe um Karl Nehammer unter 16 Prozent liegen und auch in den Bundesländern sieht es nicht besonders rosig aus.
Die Führung des Landes zog sich zurück
Nach den Rücktritten der ehemaligen Landeschefs Hermann Schützenhöfer in der Steiermark und Günther Platter in Tirol sind auch schwarze Festungen vom Abwärtstrend betroffen. Eine Tiroler Umfrage des IMAD im Auftrag der „Kronen Zeitung“ zeigt, dass die ÖVP derzeit nur 30 Prozent bekommen würde.
Bei der Landtagswahl 2018, als Sebastian Kurz noch die Bundespartei führte, konnte die Volkspartei noch über 44 Prozent Zustimmung verbuchen. Viel Zeit für Veränderungen bleibt der Tiroler ÖVP nicht. Nach dem Rücktritt von Landeschef Platter wird im Herbst ein neuer Landtag im Westen gewählt.
Die größten Profiteure eines möglichen ÖVP-Desasters wären den Angaben zufolge die NEOS. Damit würden die Liberalen um sechs Prozent zulegen und 11,5 Prozent erreichen. Die Grünen (+ 1,8 % auf 12,5 %) und die Freiheitlichen (+ 1,1 % auf 16,6 %) sind derzeit in Tirol auf dem Vormarsch.
Die SPÖ, die derzeit bundesweit an erster Stelle steht und ihren Vorsprung auf die ÖVP stetig ausbaut, würde in Tirol sogar Stimmen verlieren. Die Partei von Georg Dornauer käme damit auf 15,2 Prozent (-2,1 Prozent) und würde damit den zweiten Platz an die FPÖ verlieren. MFG und KPÖ würden den Sprung in den Landtag um knapp zwei Prozent verpassen.
Nav-Compte TK Zeit26.06.2022, 17:06 | Akt: 26.06.2022, 17:06