Sondierungsstudie abgeschlossen: CDU und Grüne beschließen Eckpunkte der NRW-Koalition

Untersuchung abgeschlossen CDU und Grüne entscheiden über Eckpunkte für die NRW-Koalition

27.05.2022, 23:19

Die Schwarz-Grünen in Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland rücken näher: Nach vier Wahltagen verabschieden sich beide Seiten über ein Eckpunktepapier. Nun müssen die Spitzengremien von CDU und Grünen über den offiziellen Beginn der Koalitionsverhandlungen entscheiden.

CDU und Grüne Nordrhein-Westfalen haben sich auf die Säulen eines möglichen Regierungsbündnisses geeinigt. Am Ende ihrer viertägigen Sondierungsgespräche einigten sich die Delegationen beider Seiten auf ein zwölfseitiges Ergebnisdokument. Am Wochenende wollen die Spitzengremien von CDU und Grünen den offiziellen Beginn der Koalitionsverhandlungen beschließen.

„Nach dem einstimmigen Beschluss unseres Landesvorstands heute Abend werden wir unseren Mitgliedern empfehlen, die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen zu akzeptieren“, sagten die NRW-Grünen am späten Abend. Auch die CDU-Verhandlungsdelegation wollte es dem erweiterten Landesvorstand empfehlen.

Die Grünen wollten eine „mehrwertorientierte Klimaschutzpolitik, eine beteiligungsorientierte Transitwende und eine Bildungspolitik für Chancengleichheit“ etablieren, sagte NRW-Landesvorsitzende Mona Neubaur. Gemeinsam mit der CDU wurde dafür eine Grundlage entwickelt. Die CDU sei ein “klimaneutrales Industrieland, ein modernes, soziales und sicheres Nordrhein-Westfalen”, sagte CDU-Landeschef und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. Ein neues Bündnis mit den Grünen könnte eine Chance für NRW sein.

Rund 100 Delegierte der Grünen werden sich am Samstag in Essen zu einem kleinen Parteitag versammeln, um auf Grundlage der Ergebnisse über den Beginn der Koalitionsverhandlungen abzustimmen. In Düsseldorf entscheidet darüber der ähnlich große erweiterte Landesvorstand der CDU.

Die CDU hat die Wahl am 15. Mai mit 35,7 Prozent klar gewonnen. Mit 26,7 Prozent ist die SPD bei einer Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen auf ihr schlechtestes Ergebnis gefallen. Die Grünen konnten ihren Stimmenanteil im Vergleich zu 2017 auf 18,2 Prozent fast verdreifachen und belegten den dritten Platz.

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