27.06.2022 14:50 (27.06.2022 19:41)
Das Innenministerium vermutet Zusammenhang mit dem Grazer Dschihadisten-Prozess © Canva
In Österreich gingen am Montag zahlreiche Bombendrohungen ein.
Diese richteten sich gegen die Gerichte von Wien, Graz und St. Petersburg. Pölten, gegen die Jüdische Kulturgemeinde und gegen die MA56 (Schulen) Wien. „Hintergrund dürften die laufenden Prozesse und behördlichen Polizeiaktionen gegen Personen sein, die in der islamistischen Szene ins Visier genommen werden könnten“, teilte das Innenministerium mit.
Auch der Konflikt in der Ukraine wurde mit Drohbriefen angesprochen und offener Antisemitismus geäußert. “Bomben als Rache für ihre Hilfe in der Ukraine / töten unsere tschetschenischen Brüder”, sagte er wörtlich. Und außerdem: “Heute um 9 Uhr werden die Bomben explodieren”.
Sprengstoff wurde nicht gefunden
Die Polizei ergriff geeignete „Sicherheitsmaßnahmen“ und Sprengstoffsachverständige seien im Einsatz. Die ersten Durchsuchungen der betroffenen Gebäude verliefen negativ.