Die Untersuchung der in Wernau gefundenen Leiche dauert an. Foto: SDMG // Kohls
Ein 79-jähriger Mann prallt bei Denkendorf gegen einen Baum und wird schwer verletzt; Als die Polizei Angehörige anrufen will, findet sie die Frau tot vor. Die Hintergründe sind unklar, die Polizei ermittelt jedoch wegen eines Tötungsdelikts.
Eine 77-jährige Frau wurde am Dienstagmorgen tot in ihrem Haus in Wernau aufgefunden. „Nach derzeitigem Kenntnisstand ist die Frau gewaltsam ums Leben gekommen“, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Reutlingen, das auch für den Kreis Esslingen zuständig ist. Zur genauen Todesursache äußerte er sich nicht. Gegen einen 79-jährigen Mann ermittelten Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Stuttgart jedoch wegen Mordverdachts.
Mit dem Helikopter in die Klinik gebracht
Der Fall scheint laut Polizei im Zusammenhang mit einem schweren Verkehrsunfall zu stehen, der sich an diesem Dienstagmorgen zwischen Köngen und Denkendorf ereignet hat. Die Polizei erhielt die Warnung gegen 9 Uhr, nachdem ein Fahrzeug von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt war. Wie sich herausstellte, war der Fahrer, der Ehemann der später tot aufgefundenen Frau, zuvor auf einer Betonstraße parallel zur Staatsstraße gefahren. Der 79-jährige Mann wurde laut Mitteilung verletzt und mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Zur Schwere der Verletzungen machte eine Polizeisprecherin keine Angaben: “Er liegt im Krankenhaus und kann nicht vernommen werden.” Das Fahrzeug wurde abgeschleppt.
Die Ergebnisse der Ermittlungen erwartet die Polizei am Donnerstag
Nach dem Unfall eilte die Polizei zum Haus des Mannes in Wernau, um die Familie zu alarmieren. Dort fanden sie die Leiche der 77-jährigen Frau. Die Sprecherin wollte sich nicht dazu äußern, ob der Mann sie getötet hatte, bestätigte aber die Ermittlungen. Unklar ist auch, ob der Mann “in Selbstmordabsicht” in den Baum eingestiegen ist. Mit den Ergebnissen der Ermittlungen rechnete eine Polizeisprecherin erst am Donnerstag.
Im Kreis Esslingen verzeichnete die Polizei in den Jahren 2017 bis 2021 acht Fälle von versuchter oder totaler Tötung zu zweit, bei denen der Mann der Täter und die Frau das Opfer war.
Haben Sie Selbstmordgedanken? Hilfestellung bietet die telefonische Beratung. Es ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800/111 0 111 und 0 800/111 0 222 und unter erreichbar. Eine Liste mit Hilfsangeboten finden Sie auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention: