29. Juni 2022 – Microsoft Defender betonte, dass es sich nachweislich übermäßig auf die Systemleistung auf Intel-Systemen auswirkt. Grund ist offenbar ein Fehler in der Verwaltung von CPU-Hardware-Leistungszählern.
Die integrierte Windows-Schutzlösung von Microsoft, Defender, hat sich von ihren bescheidenen Anfängen zu der idealen Anti-Malware-Lösung für viele Windows-Benutzer entwickelt und den eigenständigen Virenschutz für sie ersetzt. Doch nun soll es bei Systemen mit Intel-Prozessoren zu Performance-Problemen kommen, wie „AV-Comparatives“ in einem umfangreichen Test mit mehreren Virenschutzlösungen im Mai 2022 feststellte Impact Score von 24,6 Punkten vor Total Defense (27,4) am Ende.
Ein kürzlich erschienener Techpowerup-Bericht bestätigt den Appetit von Defender auf Ressourcen auf Intel-Systemen und führt dazu, dass das Problem auf einen Fehler zurückgeht. Infolgedessen startet Defender nach dem Zufallsprinzip die sieben Hardware-Leistungsindikatoren, die Intel-CPUs in einem bestimmten Modus bereitstellen. Dadurch wird verhindert, dass andere Programme die Zähler gleichzeitig verwenden, und es wird übermäßig viel CPU-Zeit verbraucht. AMD-Prozessoren sind von dem Fehler nicht betroffen.
Der Techpowerup-Artikel weist darauf hin, dass eine alternative Lösung mit dem Dienstprogramm zur internen Zählersteuerung erreicht werden kann, indem auf die Schaltfläche „Zähler zurücksetzen“ geklickt wird, wodurch einer der Zähler in einen anderen Modus versetzt wird. Der Verteidiger sollte dann aufhören, übermäßige Ressourcen zu verwenden. Endgültige Abhilfe kann jedoch nur ein Patch von Microsoft bieten. (ubi)