Schweiz: Das Wasserschloss in Europa. Im Gegensatz zu anderen Ländern scheint es in diesem Land Wasser im Überfluss zu geben. Allerdings gilt es auch hier, Wasser zu sparen und Ressourcen zu schonen. Denn wer Wasser spart, spart auch Energie und damit Geld.
Im Badezimmer
- Drehen Sie den Wasserhahn zu, wenn Sie Ihre Zähne putzen, Ihre Hände waschen und sich rasieren. Das spart jeweils etwa zwölf Liter Wasser.
- Duschen statt Baden: Für ein Vollbad benötigen Sie bis zu 200 Liter Wasser, für eine Dusche nur etwa 50 Liter.
- Drehe das Wasser ab, wenn du in der Dusche schäumst. Das Wasser läuft also nur, um nass zu werden und dann die Seife abzuwaschen.
- Einbau eines Wasserspareinsatzes zwischen Zubehör und Brauseschlauch. Dadurch kann bis zur Hälfte des Duschwassers eingespart werden.
Bildunterschrift: Brauchen Sie eine Abkühlung? Ein Bad im kalten Wasser auf dem Heimweg wirkt Wunder und erspart Ihnen gleichzeitig eine erfrischende Dusche. Schlussstein
- Auch mit einer sparsamen Toilettenspülung können Sie Wasser sparen. Deshalb, wenn vorhanden: Stop-Taste benutzen und nur so lange waschen wie nötig.
- Es lohnt sich auch, an den Wasserhähnen sogenannte Perlatoren zu installieren, also Durchflussbegrenzer, die garantieren, dass weniger Wasser durch sie fließt. Dieser Controller kostet rund sieben Franken und amortisiert sich in nur drei Monaten.
- Reparieren Sie schnell tropfende Wasserhähne und undichte Spülkästen.
- Wenn möglich: Installieren Sie eine Regenwassertoilette. In den meisten Haushalten wird Trinkwasser zur Reinigung verwendet, dies ist nicht erforderlich. Was zur Abwechslung benötigt wird, ist eine Regenwasseranlage, die das Wasser vom Dach sammelt und in einen Tank leitet.
Trinkwasserverbrauch in der Schweiz
Öffnen Sie die Schachtel. Schließen Sie die Schachtel
In der Schweiz ist der Trinkwasserverbrauch seit 1990 rückläufig. Der Bedarf der wachsenden Wirtschaft könnte mit weniger Wasser gedeckt werden. Gleichzeitig ist auch der Pro-Kopf-Verbrauch gesunken. Lag der Tagesverbrauch 1990 noch bei rund 470 Litern pro Person, waren es in den letzten Jahren rund 300 Liter.
Allerdings berücksichtigen diese Zahlen nur die Wassermenge in der öffentlichen Versorgung. Kommerzielles und landwirtschaftliches Wasser ist nicht enthalten. Dazu zählt auch kein Wasser, das im Ausland zur Herstellung importierter Produkte verwendet wurde.
In der Küche
- Benutze den Geschirrspüler und die Waschmaschine nur, wenn die Maschinen wirklich voll sind.
- I: Sparprogramm immer einschalten.
- Nicht in der Waschmaschine vorwaschen.
- Waschen Sie Obst und Gemüse in einer mit Wasser gefüllten Schüssel, nicht unter fließendem Wasser. Das Wasser im Becken kann wiederverwendet werden, zum Beispiel zum Gießen von Blumen.
Bildunterschrift: Wussten Sie schon? Die Maschinenwäsche verbraucht bei neueren Maschinen weniger Wasser als die Handwäsche. Schlussstein
Im Garten
- Nehmen Sie das Regenwasser in ein Fass und gießen Sie es ein.
- Gießen Sie die Pflanzen nicht von oben, sondern nur im Bereich der Wurzeln im Boden.
- Gießen Sie am besten früh morgens oder abends. Andernfalls verdunstet das Wasser zur heißesten Tageszeit.
- Verwenden Sie einen Tropfschlauch anstelle eines Rasensprengers.
- Mähen Sie den Rasen nicht zu kurz. Je kürzer das Gras, desto schneller trocknet es.
- Erwägen Sie Alternativen zum Rasen, wenn Sie Ihren Garten anbauen. Naturbelassene Blumenwiesen brauchen weniger Wasser und kommen fast ohne Gießen aus.
Bildunterschrift: Leitungswasser enthält je nach Region viel Kalk. Gartenpflanzen bevorzugen jedoch oft sanftes Regenwasser. Bild Bilder
Vergessen Sie das virtuelle Wasser nicht
Was oft nicht bedacht wird: Wasser lässt sich auch sparen, indem man es tatsächlich viel verbraucht. Als sogenanntes „virtuelles Wasser“ bezeichnet man Wasser, das ausserhalb der Schweiz für die Produktion von landwirtschaftlichen und industriellen Gütern verwendet wird, die dann in der Schweiz verbraucht oder verwendet werden.
Rechnet man dieses virtuelle Wasser zum Wasserverbrauch hinzu, sind es in der Schweiz rund 4000 Liter Wasser pro Tag und Person. Gerade Produkte wie Fleisch, Kaffee oder Jeans benötigen besonders viel virtuelles Wasser. Mit reduziertem Verbrauch kann der Wasserverbrauch deutlich reduziert werden.