Pressekonferenz um 15:30 Uhr
Gasmangel: Müssen wir im Winter frieren?
Russland droht, die Gaslieferungen nach Europa einzustellen. Dies könnte auch die Schweiz stark treffen. Der Bundesrat trifft deshalb Vorkehrungen, um eine Gasknappheit möglichst zu vermeiden. Seine Pressekonferenz beginnt um 15:30 Uhr. Blic Live-Berichte.
Veröffentlichung: 15.16 Uhr
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Aktualisiert: vor 21 Minuten
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Deutschland spürt bereits den Zorn von Wladimir Putin (69). Der russische Präsident hat den Gasfluss erstickt. Die Bundesregierung fordert Gaseinsparungen, um den Verbrauch im Land einzudämmen.
Und die Fronten im Krieg in der Ukraine verhärten sich weiter. Damit steigt auch das Risiko, dass Russland seine Gaslieferungen nach Europa komplett einstellt. Dies würde auch die Schweiz stark treffen, obwohl Gas nur 11 Prozent des gesamten Energieverbrauchs ausmacht.
Der Schweizer soll sich weniger aufwärmen
Dann sollte der Bundesrat das Volk wohl zuerst auffordern, Geld zu sparen. „Ein geringerer Heizgrad kann den Verbrauch bereits deutlich senken“, sagte kürzlich Wirtschaftsminister Guy Parmelin (62). Dazu würden Unternehmen angewiesen, möglichst auf Öl umzusteigen. Gegebenenfalls würde das dafür vorgeschriebene Öldepot freigegeben. Und als wäre das noch nicht genug, müsste Gas wohl an Großverbraucher zugeteilt werden.
Aber das ist noch nicht alles. Der Bundesrat hat neue Massnahmen vorgeschlagen, um einer möglichen Gasknappheit, insbesondere angesichts des Winters, entgegenzuwirken. SVP-Bundesrätin Parmelin und SP-Energieministerin Simonetta Sommaruga (62) stellen ihre Pläne heute Nachmittag den Medien vor.
Gasreserven
Allerdings ist bereits bekannt, dass sich die Schweizer Gaswirtschaft Speicherkapazitäten im Umland sichern will. Denn Gas kann hierzulande nirgends gespeichert werden. Deshalb soll die Industrie im Auftrag des Bundesrates physische Reserven kaufen. Das erklärte Ziel bisher: Die Schweiz soll auf diese Weise und durch Optionen für zusätzliche Lieferungen rund 35 Prozent der Nachfrage für den Winter sichern. Aber das kann nur ein erster Schritt sein.
Die Pressekonferenz beginnt um 15.30 Uhr. Blick berichtet live via Ticker und Blick TV.