“Augäpfel fallen vom Kopf”: Monacos jüngste Strecke betrifft F1-Stars

“Augen fallen auf meinen Kopf” Die jüngste Strecke in Monaco tut den F1-Stars weh

28.05.2022, 06:37 Uhr

Ferrari-Star Charles Leclerc dominiert das freie Training in Monaco. Allerdings deutet sich bereits jetzt an, dass aus dem legendären Großen Preis des Fürstentums ein Jahrtausend-Krimi werden könnte. Die Fahrer haben jedoch andere Bedenken hinsichtlich der neu asphaltierten Strecke.

Beim wohl wichtigsten Qualifying des Jahres in der Formel 1 in Monaco müssen sich die Fahrer einem zusätzlichen Problem stellen: Die neuen, steiferen Autos werden auf der sehr anspruchsvollen Strecke des Fürstentums durchgeschüttelt. Das Finden der perfekten Einstellung wird zu einem noch größeren Balanceakt. “Die Strecke wurde neu asphaltiert, aber es ist wahrscheinlich die raueste Strecke, die ich je gefahren bin”, sagte Lewis Hamilton. „An manchen Stellen hatte ich das Gefühl, dass mir durch die Schläge die Augäpfel aus dem Kopf fielen.“

Auch der amtierende Champion Max Verstappen merkte nach dem Freien Training am Freitag an, dass die Kabinenbegrenzung “zunehmend heftiger” durchbrochen werde. Der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso war vor dem ersten Einsatz zuversichtlich, dass dies passieren würde. „Alles, was man in Monaco braucht: Das haben diese Autos nicht“, scherzte der Spanier.

Das Training wurde von Lokalmatador Charles Leclerc dominiert. Der 24-jährige Monegasse belegte in beiden Trainings den ersten Platz. Verstappens Hauptgegner konnte nicht an die Zeiten des Ferrari-Stars anknüpfen. Für Leclerc, der in seiner Heimat noch kein Formel-1-Rennen beenden konnte, war das der richtige Selbstvertrauensschub. Allerdings deutete sich an, dass er auf dem nur 3.337 Kilometer langen Kurs im Kampf um die Tausendstelsekunde extrem nah dran sein könnte.

Daher spielt die Konfiguration des Fahrzeugs eine entscheidende Rolle für die Wertung am Samstag (15 Uhr auf Sky und im Liveticker auf ntv.de). Abgesehen vom sensationellen Sieg des Franzosen Olivier Panis 1996 – er gewann von Startplatz 14, nur vier Fahrer kamen ins Ziel – ist die perfekte Qualifikation die Voraussetzung für den Sieg in Monaco. Die Statistik zeigt, dass nach Panis nur derjenige gewann, der den Grand Prix von mindestens dem dritten Platz startete. In elf der letzten zwölf Ausgaben ging der Sieger als Sieger hervor.

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