Hypothekenstudie: Es gibt Anzeichen dafür, dass sich Festhypotheken stabilisieren

Studie zur Festzinshypothek

Müssen Hauseigentümer keine großen Zinssprünge mehr befürchten?

Die Zentralbanken haben die Zinsen erhöht, um die steigende Inflation auszugleichen. Dies hat sich auf die Hypothekenzinsen ausgewirkt. Doch jetzt gibt es Anzeichen einer Stabilisierung.

Gepostet: vor 56 Minuten

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Aktualisiert: vor 10 Minuten

Mitte Juni 2022 hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Leitzins überraschend um einen halben Prozentpunkt angehoben. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass in absehbarer Zeit weitere Zinserhöhungen notwendig seien, sagte er. Müssen Hausbesitzer also mit weiter steigenden Hypothekenzinsen rechnen?

Nicht unbedingt. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Hypothekenspezialisten Moneypark. Nachdem die Zinsen in sechs Monaten um 1,5 Prozent gestiegen sind, gibt es Anzeichen dafür, dass sich die Zinssätze für Festhypotheken stabilisieren. Der durchschnittliche Referenzzinssatz für zehnjährige Festhypotheken liegt derzeit bei 2,85 Prozent.

Hat es große Zinssprünge überstanden?

Moneypark begründet diese Einschätzung damit, dass die kurz- und mittelfristigen Hypothekarzinsen im zweiten Quartal stärker gestiegen sind als die langfristigen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die großen Zinssprünge vorbei sein könnten. Die Hypothekenzinsen stiegen im ersten Quartal um etwa 50 Basispunkte und im gerade zu Ende gegangenen zweiten Quartal um bis zu 100 Basispunkte.

Von den heimischen Banken bereits angekündigte Leitzinserhöhungen dürften weitgehend zu den aktuellen Hypothekenzinsen bepreist werden, hieß es in der Mitteilung. Steigt die Inflation jedoch weiter an, könnten die Hypothekenzinsen um weitere 20 bis 30 Basispunkte steigen.

Alle, die den Hypotheken von Saron vertrauten, blieben bisher von steigenden Zinsen verschont. Solange der Leitzins in der Schweiz null Prozent nicht übersteigt, ändert sich nichts. Doch seit der SNB-Zins vor zwei Wochen um 50 Basispunkte auf -0,25 Prozent gestiegen ist, fehlen laut Moneypark nur noch 25 Basispunkte für einen Leitzins von null Prozent. Von da an würde jeder weitere Anstieg der Zinsen Auswirkungen auf den Saron haben. (SDA / dvo)

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