Querdenker wollte ins Ausland Michael Ballweg verhaftet!

Stuttgart – Polizisten haben am Mittwochmorgen im Rahmen von Betrugsermittlungen zwei Wohnungen und Geschäftsräume in Stuttgart durchsucht. Querdenker-Gründer Michael Ballweg wurde festgenommen.

Der 47-Jährige wurde einem Haftrichter vorgeführt: Wegen Fluchtgefahr muss er festgenommen werden! Nach den Durchsuchungen hatten die Behörden konkrete Hinweise, dass Ballweg sein Vermögen ins Ausland verkaufen wollte!

Laut Staatsanwaltschaft wird Ballweg verdächtigt, seit Mai 2020 Gelder aus öffentlichen Mitteln eingeworben und Spender über den Verwendungszweck getäuscht zu haben.

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Foto: Michael Hahn

Nach aktuellem Ermittlungsstand soll der Beschuldigte einen sechsstelligen Betrag über den von ihm erlangten Geldspenden missbräuchlich verwendet haben.

Was verstehen Sie unter Querdenkern?

Laut Facebook-Sicherheitsmanager Nathaniel Gleicher konzentrieren sich die Seitendenker vor allem darauf, das Verschwörungsnarrativ zu fördern, dass die Covid-19-Beschränkungen der Bundesregierung Teil eines umfassenderen Plans sind, die Bürger ihrer Freiheiten und Grundrechte zu berauben.

► Anhänger der Initiative „Nebendenken“ gehen seit Monaten gegen staatliche Kronenmaßnahmen auf die Straße. In der Vergangenheit kam es bei Demonstrationen in Berlin und anderen Städten zu Angriffen auf Polizisten und Medienvertreter. Der Schritt wird inzwischen von mehreren Landesämtern für Verfassungsschutz beobachtet.

„Querdenken“ wird vom Verfassungsschutz beobachtet

Auch das Bundesamt für Verfassungsschutz weist auf die Szene als “Gegenstand kollektiver Beobachtung” ähnlich dem Salafismus hin. Auch Geheimdienstmedien können zur Überwachung eingesetzt und Bankkonten sowie Finanzströme zwischen Akteuren untersucht werden.

Ende Mai entfernte die Videoplattform YouTube den Kanal „Quermachen 711“. Ein Google-Sprecher warf der umstrittenen Gruppe daraufhin vor, gegen die Falschinformationsrichtlinien von YouTube zu verstoßen. Michael Ballweg, ein Sprecher von „711 Side Thinking“, wies daraufhin die Vorwürfe zurück und kündigte an, auf eine dezentrale Alternative zu YouTube umsteigen zu wollen.

In den sozialen Medien findet „Side Thinking“ mittlerweile vor allem auf der Telegram-Plattform statt, die nicht einmal extremistische Inhalte entfernt.

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