Blast Winterthur: «Glad I Survived» – 18-Jähriger beim Hantieren mit Feuerwerkskörpern verletzt

Gepostet am 24. Mai 2022, 9:37 Uhr

Der 18-Jährige, der bei einer Explosion in einem Wohnhaus in Winterthur schwer verletzt wurde, liegt noch im Spital.

von

Shila Ochsner

Michelle Ineichen

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Im Keller eines Einfamilienhauses in Winterthur hat es am Samstagabend eine Explosion gegeben. Dabei wurde ein 18-jähriger Mann verletzt.

20min / sos

Die genaue Ursache der Explosion und die Hintergründe werden von der Staatsanwaltschaft in Zusammenarbeit mit Spezialisten der Kantonspolizei Zürich untersucht.

20min / Marco Zangger

Bei einer Explosion im Keller eines Einfamilienhauses in Winterthur ist am Samstagabend ein 18-jähriger Mann schwer verletzt worden. Im Fokus stehen gemäss der Staatsanwaltschaft Zürich fahrlässige Unfälle beim Bau von Feuerwerkskörpern. Die Ursachen der Explosion und die Hintergründe werden nun untersucht. „Im Rahmen der Ermittlungen wird wie üblich geprüft, ob ein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten vorliegt“, sagte Sprecher Erich Wenzinger.

Weitere Angaben können aufgrund des laufenden Strafverfahrens nicht gemacht werden. Es gilt die Unschuldsvermutung. Der schwer verletzte 18-Jährige befindet sich laut Wenzinger noch im Krankenhaus. „Ich bin so froh, dass er überlebt hat und ich hoffe, dass es ihm bald besser geht“, sagte ein Freund der Familie 20 Minuten lang. Der 18-Jährige ist ein sehr intelligenter, engagierter und vernünftiger junger Mann. „Etwas muss bei dem Vorfall sehr schief gelaufen sein“, sagte die Frau.

„Der Umgang mit Pyrotechnik ist extrem gefährlich“

Laut Polizeirechtsexperte Markus Mohler ist die Herstellung von pyrotechnischen Artikeln nicht streng verboten, sondern bedarf einer Genehmigung. „Die Grenzen für die Herstellung von Feuerwerkskörpern, die nicht erlaubt sind, sind eng und erfordern Fachwissen“, sagt Mohler. In diesem Zusammenhang ist die Verwendung verbotener Substanzen (z. B. Nitroglycerin, Schwarzpulver für Sprengzwecke) untersagt. „Verstöße gegen diese Verbote können mit Freiheitsstrafe geahndet werden“, sagt Mohler.

„Der Umgang mit Pyrotechnik ist generell extrem gefährlich“, sagt ein Brandexperte. Brennbare oder explosive Stoffe sind immer als solche gekennzeichnet und sollten nur von Spezialisten gehandhabt werden. „Ein unsachgemäßer Umgang kann zu schweren Unfällen führen“, sagt der Experte. Je nach Raumbeschaffenheit können sich Brandherde schnell ausbreiten. „Bei Innenräumen aus Holz besteht ein Risiko. Betonwände hingegen können isolierend wirken.“

Für die Koordinationsstelle Feuerwerk Schweiz (SKF) stehen der richtige und sorgfältige Umgang mit pyrotechnischen Artikeln und die konsequente Einhaltung des Sprengstoffgesetzes an erster Stelle. „Sowohl die Herstellung als auch der Vertrieb und Import von pyrotechnischen Artikeln unterliegen strengen gesetzlichen Auflagen. Die Ausbildung in Feuerwerkskörpern ist obligatorisch, aber sie kann wirklich gefährlich sein», sagte Präsident Urs Corradini.

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