Stand: 01.07.2022 14:25 Uhr
Jule Niemeier setzte seine Siegesserie auf dem klassischen Wimbledon-Rasen fort und erreichte bei seinem Debüt das Achtelfinale. Dort lernte er die Britin Heather Watson kennen.
Die 22-Jährige aus Dortmund besiegte am Freitag (1. Juli 2022) die Ukrainerin Lessia Zurenko mit 6:4, 3:6, 6:3 und bestätigte ihren bisherigen Erfolg gegen die Weltranglisten-Dritte l’Estonia Anett Kontaveit.
Im Achtelfinale gegen Heather Watson
Für den bisher größten Erfolg seiner Tenniskarriere erhielt Niemeier umgerechnet 219.000 Euro. im Achtelfinale trifft sie nun auf die Britin Heather Watson, die in der ersten Runde die Slowenin Kaja Juvan schlug und Tamara Korpatsch besiegte.
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3. Runde Frauen Pfeil rechts
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2. Runde Männer Pfeil rechts
Coach Kas über Niemeiers Erfolg: „In einer gewissen Wolke“
„Es war eine Achterbahn der Gefühle. Ich bin wahnsinnig stolz, in den wichtigen Phasen immer wieder dabei sein zu können, aktiv genug zu spielen“, sagte Trainer Christopher Kas. “Wir sind in einer bestimmten Wolke, wir fahren weiter und dann sehen wir, wie weit es uns bringt.”
Viele Dienstausfälle, Niemeier mit den besten Antworten
Zwei Tage nach dem sensationellen souveränen Sieg über die Estin Anett Kontaveit brauchte Niemeier nach Platz zwei der Serienbestenliste lange, um ins Spiel zu finden. Das bisher so starke Service hat ihn enttäuscht, insgesamt hat er elf Doppelfouls begangen. Nach wenigen Minuten gönnte er sich sein erstes Break des Turniers, zu Null.
Statt auf Bahn 1 des zweitgrößten Stadions spielte Niemeier auf Außenplatz 18. Bei Wind erreichte er Platz 97 der Welt. Nach den Anfangsschwierigkeiten schlug er immer besser und zeigte die Qualitäten, die ihm den Ruf als Hoffnungsträger des deutschen Tennis eingebracht haben: ein sensibler Stopp wenige Zentimeter vom Netz und ein Ballpass aus vollem Sprint; dann hatte er den Siebenpunkt und profitierte von einem der seltenen Fehler von Zurenko.
Gegen stark auch im zweiten Durchgang
Sie spielt nicht so spektakulär wie Niemeier, aber mit der Zehn-Start-Erfahrung in Wimbledon ist sie solide und druckvoll. Auch Niemeier brauchte in der zweiten Halbzeit einen Weckruf, um zu seinem Spiel zu finden. Erneut gab er zweimal sein Service ab, geriet wieder 0:3 in Rückstand und arbeitete sich den Rückweg erneut fleißig ab. Aber Surenko widersetzte sich.
Er demonstrierte im entscheidenden dritten Satz die Schnelligkeit, mit der Niemeier lernt. „Es ist wichtig, dass ich mich in allen Bereichen weiterentwickle, damit ich auch an Tagen gewinnen kann, an denen es nicht so gut läuft“, sagte er nach dem Sieg über Kontaveit. Gegen Zurenko passierte lange wenig, dennoch reichte es für das Achtelfinale.