“Ich neige dazu, zu sagen, was ich denke”
Laut Aussage des Managements gegenüber t-online steckte hinter einem scheinbar seltsamen Promi mit ausgeprägter Hingabe an österreichischen Charme und Erfindergeist „ein sehr empathischer und intelligenter Mensch. Sein Lebensmotto lautete: ‚Ich sage eher, was ich denke‘“.
William Cohn 2016 im “Aktuellen Sportstudio” (Quelle: Martin Hoffmann / imago-images-bilder)
Sein Durchbruch kam durch die Sprache, die in Fernsehsendungen zu sehen war. Cohn war aber auch als Autor tätig. 2017 erschien sein Erstlingswerk „Der Gute Ton von Cohn“. Der breiten Öffentlichkeit weniger bekannt, aber laut Regie sein „Aushängeschild“: seine Rolle als Waffenhändler Kaspar im Musical-Hit „Ludwig²“. In über 600 Shows verlieh er dieser Figur Stimme und Volumen.
William Cohn wurde in Kolumbien geboren und wuchs in einer Musikerfamilie auf. Die Familie zog aus Südamerika nach Wien, wo sie auch „sozialisiert“ wurden, sagte er. Dort entschied er sich für eine Karriere als Schauspieler und Sänger. Er studierte Gesang und Schauspiel in München, Wien, Los Angeles und St. Petersburg. Jetzt hat er die Bühne, die ihm so viel bedeutete, für immer verlassen.