28.05.2022 13:14 (28.05.2022 13:14)
ÖVP-Generalsekretär Sachslehner verteidigt NPO-Förderung © APA / LAURASACHSLEHNER.AT
Laut ÖVP-Generalsekretärin Laura Sachslehner wurden die millionenschweren Kronenhilfen aus dem „Unterstützungsfonds für gemeinnützige Organisationen“, die an Vereine des Seniorenbundes von fünf Bundesländern gingen, „nicht für die Parteiarbeit verwendet .” . Vereine existierten parallel zu gewerkschaftlichen Strukturen, wiederholte Sachslehner am Samstag in “Ö1” die bisherige Argumentation.
Die Vereine seien “klar getrennt” und hätten unterschiedliche Buchhaltungen und “Tätigkeiten”. Teilweise gebe es “Personalüberschneidungen”, räumte der Generalsekretär ein. Aber unabhängige Vereine haben nichts mit der Volkspartei zu tun. Die Gelder seien „in keiner Weise“ für die Arbeit der Partei verwendet worden. Nach ihren Angaben wurden sie nur für Vereinsaktivitäten genutzt.
Allerdings hatte der Präsident des Österreichischen Seniorenbundes, Josef Pühringer, davon gesprochen, dass das Geld auch in Löhne geflossen sei. Sein Landesgeschäftsführer Franz Ebner widersprach ihm jedoch: „Er hat keine Personalkosten übernommen.“ Eine Ausnahme bildete ein Mitarbeiter mit einer Behinderung. Neben dem Oberösterreichischen Seniorenbund flossen auch Mittel an Vereine des Tiroler Seniorenbundes, Vorarlberg, Kärnten und Wien.
Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) prüft nun die Mittelvergabe. Die NEOS kündigten eine Beschwerde gegen den Seniorenbund Oberösterreich und Tirol an. NPO-Fondszuschüsse dürfen laut Gesetz nur für Miete und Pacht oder Betriebskosten und dergleichen verwendet werden, nicht aber für Personalkosten.