„Ausziehen und Stöhnen“: Elyas M’Barek hat Sexismus erlebt

„Undress and Moan“ Elyas M’Barek erlebte Sexismus

07.03.2022 04:03 Uhr

Die intimen Szenen am Set des Films sind für die Beteiligten oft unangenehm und erfordern viel Fingerspitzengefühl. Schauspieler Elyas M’Barek erinnert sich an ein eindringliches Erlebnis, das einen Partner zum Weinen brachte. Heute würde ich das nicht mehr tolerieren.

Schauspieler Elyas M’Barek hat in der Vergangenheit Sexismus am Set des Films erlebt, mit dem er nun anders umgehen würde. „Ich musste mal eine Sexszene drehen und da hat der Regisseur vorher gesagt ‚Ausziehen und stöhnen‘“, sagte der 40-Jährige der Bild. „Ich erinnere mich, wie mein Partner danach geweint hat und ich auch total aufgebracht war.“ Das würde er heute nicht mehr dulden. Natürlich habe er jetzt eine andere Position, “aber leider passieren diese Dinge immer noch. Sehr oft, wahrscheinlich”, sagte M’Barek.

In ihrem am Donnerstag beginnenden Film Liebesdings von Anika Decker spielt M’Barek (“Fack ju Göhte”) einen Filmstar, dem Fans, Fotografen und Journalisten in Berlin überallhin folgen. Sie kämpft energisch darum, ihr Privatleben geheim zu halten und verliebt sich in eine junge Theaterschauspielerin. M’Barek sagte der “Bild”, dass es lange gedauert habe, bis man überhaupt aufgefallen sei.

Er kennt andere Zeiten. “Als mir geraten wurde, meinen Namen zu ändern, weil ich es nie schaffen würde.” Damals war das deutsche Fernsehen komplett weiß. “Im deutschen Fernsehen gab es einfach keine Menschen mit anderer Hautfarbe oder mit Migrationshintergrund.” Und damals habe man nicht damit gerechnet, „dass alles so groß für mich wird“.

Auf die Frage, ob er unterschätzt oder oft unterschätzt wurde, antwortete M’Barek: “Natürlich. Aber es ist gut, wenn ich unterschätzt werde. Das ist eindeutig die beste Taktik für mich. Zumindest denke ich, dass es eher eine Unterschätzung als eine Überschätzung ist.” .”

M’Barek gab zu, im Interview Fehler gemacht zu haben. “Ich habe ein tolles Temperament. Daran versuche ich zu arbeiten.” Immer öfter heißt es: “Du hättest lieber geschwiegen.” Denn meistens ist die anschließende Emotion es nicht wert.

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