28.05.2022 13:45 (28.05.2022 13:50)
Reinigungsarbeiten dauerten Stunden © APA / FF ROHR
In Südösterreich wurden Feuerwehrleute Freitagabend und Samstagnacht von Unwettern gefordert. Betroffen waren mehrere Gemeinden in der Steiermark und Kärnten sowie die südburgenländischen Bezirke Jennersdorf und Güssing. Starke Regenfälle sorgten nach Angaben von Helfern in kurzer Zeit für überflutete Keller und überflutete Straßen. In einigen Bereichen wurden die Reinigungsarbeiten am Samstag fortgesetzt.
In der Steiermark waren die Gemeinden Gnas und Bad Gleichenberg (südöstlicher Bezirk der Steiermark) von kleinräumigen Überschwemmungen betroffen, bei denen in kürzester Zeit bis zu 50 Liter Niederschlag pro Quadratmeter fielen. Allein die Alarmzentrale im Bereich „Florian Feldbach“ meldete etwa 250 Feuerwehrleute von 15 Feuerwehren, die ab 22:30 Uhr im Einsatz waren. Einige der Schlammlawinen waren etwa 20 Zoll hoch.
Nach Angaben der Feuerwehr waren die Unwetter in Kärnten in den Gemeinden Krumpendorf, Pörtschach, Moosburg, Feldkirchen und Friesach. Mancherorts fielen in wenigen Stunden fast 100 Liter Regen pro Quadratmeter. Der Wind wehte einige Bäume um und machte unpassierbaren Straßen Platz. Der Hagel fiel zusammen mit starkem Regen. Auch in der Landeshauptstadt Klagenfurt wurden Sturmschäden gemeldet. Insgesamt 40 Feuerwehren waren in Kärnten in 176 Schadensfällen im Einsatz.
Im Burgenland setzte der Sturm am Freitag gegen 21.30 Uhr ein. Allein in Mogersdorf waren acht Feuerwehren mit elf Fahrzeugen im Einsatz. In der Marktgemeinde Jennersdorf wurde ein Auto von Gewässern eingeklemmt. Der Fahrer wurde von der Feuerwehr gerettet. Aus meteorologischer Sicht hat sich der Landkreis Güssing in der Nacht zum Samstag nicht ausgeruht. Zum dritten Mal in dieser Woche fegten heftige Stürme über die Region. Am stärksten betroffen waren die Städte Rohr und Sulz.