Ju-Air-Grounding: „Tante Ju“ wird kaum noch abheben

Nach einem tragischen Unfall am Piz Segnas GR mit 20 Toten

„Tante Ju“ wird wohl nie wieder abheben

Alte Flugzeuge liegen seit 2018 am Boden, als ein Flugzeug mit 20 Toten in den Piz Segnas GR stürzte. Ju-Air mit Sitz in Dübendorf ZH wollte im Frühjahr 2023 wieder eine Kopie der historischen Ju-52 fliegen. Daraus wird nichts.

Gepostet: vor 59 Minuten

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Aktualisiert: vor 37 Minuten

Landung auf Ju-Air aus Dübendorf ZH: Eigentlich wollte Ju-Air im Frühjahr 2023 ein Exemplar des historischen Ju-52-Flugzeugs aus der Luft holen. Doch nun wird daraus nichts.

Tragische Berühmtheit erlangte die «Tante Ju» zuletzt im Sommer 2018. Am 4. August stürzte beim Piz Segnas in Graubünden eine weitere Ju-52-Maschine ab (siehe Video oben). 17 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder kamen bei dem Unfall ums Leben. Seitdem gilt für die verbleibenden zwei Ju-Air-Maschinen ein Flugverbot.

Die Entlassungen sind für das Grounding verantwortlich

Grund für das Grounding ist eine Umstrukturierung bei der Junkers Flugzeugwerke AG. Dieses Unternehmen sollte das historische Flugzeug HB-HOS von 1939 bei Altenrhein SG neu navigieren. Allerdings wird einem Teil der Belegschaft gekündigt, wie das Branchenmagazin „Skynews“ Ende Juni schrieb.

Der Chef des Flugzeugs sagte in dem Artikel, dass dies daher nicht bedeute, dass die Maschine wieder fliegen könne. HB-HOS wird voraussichtlich zum Verein der Freunde der Schweizer Luftwaffe (VFL) nach Dübendorf zurückkehren. Die Ju-Air gehört diesem Verband an.

“Ich persönlich halte die Möglichkeit, dass Ju-Air wieder fliegt, für sehr gering”, sagte Ju-Air-Sprecher Christian Gartmann am Montag gegenüber dem “Regionaljournal Zürich-Schaffhausen” von Radio SRF1. „Das wäre sehr schade“, so Gartmann weiter. Viele Flugbegeisterte und Militärflugbegeisterte hätten die Gelegenheit erwartet, die Ju-52 zu fliegen.

Was mit der HB-HOS-Maschine passieren wird, ist unklar. Gut möglich, dass es bald im Dübendorfer Museum steht, wo die HB-HOP-Maschine bereits ausgestellt ist. Die dritte Ju-Air Ju-52, HB-HOT, war die Maschine, die am 4. August 2018 am Piz Segnas abgestürzt ist. 17 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder wurden getötet. Grund für den Unfall war die „risikoreiche Flugführung“ der beiden Piloten.

Gemäss Schlussbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hatte der technisch nicht einwandfreie Zustand des abgestürzten Nostalgieflugzeugs keine Auswirkung auf den Absturz. Knapp zwei Wochen nach dem Absturz wurde der Flugbetrieb des Vereins wieder aufgenommen. (SDA/dzc)

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